ReSOURCE

ReSource SS22 Materialien jetzt online sourcen

Entdecken Sie die neuesten Sustainable Materials auf

www.resource-textiles.com

3. März 2021

Die nachhaltig produzierten Materialien für Spring.Summer 22 sind jetzt auf resource-textiles.com online! Entdecken Sie das große Angebot an richtungsweisenden Entwicklungen und nutzen Sie die Chance, diese direkt digital über unsere optimierte ReSOURCE Page zu sourcen.

Wir wollen nicht zu viel verraten, doch die 3 meistgezeigten Materialien auf der ReSOURCE Page für Spring.Summer 22 sind Organic Cotton, Recycled Fibers (Polyester oder Baumwolle) sowie Regenerated Fibers wie TENCEL, Ecovero oder Acetate. Material Highlights sind beispielsweise Paptic®, das von We Nordic Label Studios Ltd genutzte bio-basierte Packaging Material aus Holzfasern, Amni® Soul Eco, das von Nextil Group genutzte kompostierbare Nylon und Supreme Green Cotton, ein Projekt unseres früheren Keyhouse Ausstellers Varvaressos, das Nachhaltigkeit, Transparenz, Traceability und Qualität vom Samen bis zum Garn kombiniert.

Unsere Sustainability- und Innovations-Plattform bietet Orientierung, Informationstiefe und konkrete Anwendungsmöglichkeiten für nachhaltige, innovative Textilien und Zutaten. Wir laden Sie ein, sich auf der ReSOURCE Page über neue Lösungen für eine nachhaltigere Textil-Industrie zu informieren und Inspirationen für das Sourcing neuer Qualitäten zu sammeln.

Freuen Sie sich auch bereits auf ReSOURCE Autumn.Winter 22/23: Momentan organisieren wir die VIEW Premium Selection vom 29. – 30. Juni 2021 sowie die MUNICH FABRIC START vom 31. August – 02. September 2021. Dort können Sie die ReSOURCE Artikel auch live & in Farbe erleben.

Verpassen Sie neben den Updates auf der ReSOURCE Page außerdem nicht, einen Blick in unseren DIGITAL TREND SPACE mit dem Trend Forecast für Spring.Summer 22 sowie auf unsere neue BLUEZONE Living Page zu werfen.

Für weitere Auskünfte und Fragen zu ReSOURCE stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und freuen uns, Sie bald wieder in München begrüßen zu dürfen.

Beste Grüße und bleiben Sie gesund,
Ihr MUNICH FABRIC START Team


Nachhaltiges Sourcing mit ReSOURCE

NACHHALTIGES SOURCING MIT RESOURCE

21. Dezember 2020

Jede Saison entdecken wir nachhaltige Neuheiten und erweiterte Eco-Sortimente bei unseren internationalen Ausstellern. Unsere Hersteller sind sich einig: es ist entscheidend, die gesamte Lieferkette zu optimieren, um die globale Dringlichkeit für nachhaltige Produkte zu befriedigen.

Natürlich wollen wir unsere Besucher dabei unterstützen, unter den rund 1000 Herstellern, die sich über die vier Hallen des MOC München verteilen, alle nachhaltigen Komponenten für ihre nächste Kollektion zu finden. Deshalb haben wir 2018 die ReSOURCE Area als Nachfolger der bisherigen Organic Selection eingeführt, um unseren Gästen eine komfortable und effiziente Auswahl an nachhaltig gesourcten, ethisch korrekt produzierten Stoffen und Zutaten zu bieten. So haben Sie die Möglichkeit, ein vielfältiges und innovatives Angebot an nachhaltigen Produkten an einem einzigen inspirierenden Ort entdecken. Unsere ReSource Area hat sich zu einem Raum entwickelt, in dem Teams neue Möglichkeiten in der Welt der verantwortungsvollen Mode und Textilien entdecken.

Bei jeder ReSOURCE Edition können unsere Besucher sich außerdem mit den Experten der internationalen Zertifizierungsorganisationen IVN, GOTS und OEKO-TEX austauschen. Die Gütesiegel der unabhängigen Zertifizierungen sorgen für Glaubwürdigkeit und schaffen Vertrauen bei den Verbrauchern, dass sie u.a. eine nachhaltige Textilproduktion unterstützen. Entdecken Sie hier die am häufigsten gestellten Fragen.

Neben dem Angebot an textilen Lösungen für eine Kreislaufwirtschaft können Besucher auch die neuesten Innovationen entdecken, die mit ressourcenschonenden Technologien, umweltfreundlichen Prozessen sowie schadstofffreien Technologien für die Nassverarbeitung entstehen. Auch Weiterentwicklungen von veganem Leder und Accessoires sowie plastikfreie Verpackungslösungen werden in der ReSOURCE Area präsentiert.

Mit rund 800 Artikeln präsentiert ReSOURCE die neuesten Stoff-, Leder-, Verpackungs-, Garn- und Accessoire-Lösungen in Form von recycelten, organischen, GOTS zertifizierten oder regenerierten Qualitäten sowie Zellulose-, Biokunststoff- und Leder-Alternativen neben vielen weiteren nachhaltigen Lösungen. Die etablierte Kollektion verfügt über mehr als 40 einzigartige Zertifikate, die ihre die nachhaltige Herstellungsweise bescheinigen. Zu den neuen ausgestellten Qualitäten gehören biobasierte PA-Stretchstoffe von Brugnoli Giovanni, recyceltes Leder von Raus S., eine neue Reihe von Cupro-Stoffen von Ipeker sowie eine breite Auswahl an zertifizierten Bio-Stoffen von Life Clothes, Marzotto Wool, Cocccon, Hornung und vielen mehr.

Brugnoli Giovanni
Raus S.
Ipeker
Life Clothes
Marzotto Wool
Cocccon
Hornung

Auch zertifizierte Zutaten wie Besätze, Accessoires und Etikett-lösungen werden in der ReSOURCE Area präsentiert, wie z.B. biologisch abbaubare Etiketten aus Sonnenblumenkernen von Könen Additionals, die nach dem Gebrauch eingepflanzt werden können, um eigenen Blumen zu züchten. Oder das vegane Ananas-Leder von We Nordic, die auch Etiketten aus Bagasse, dem Abfallprodukt der Zuckerraffination, herstellen. Zahlreiche Anbieter, darunter Estro, Union Knopf und Nilorn, bieten außerdem eine Reihe von Knöpfen aus natürlichen Materialien wie Muscheln, Horn, Holz, Kokosnuss und Pflanzen an.

Nilon
We Nordic
Estro
Union Knopf
K

Mit vielen spannenden Updates, die bald auf der ReSOURCE Online-Sourcing-Plattform erscheinen werden >> www.resource-textiles.com


Fokus auf THRIVABILITY bei der MUNICH FABRIC START Spring.Summer 21

EIN PARADIGMENWECHSEL HIN ZU GANZHEITLICHER NACHHALTIGKEIT

Eine neue Ebene der Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Transparenz, ein steigender Bedarf an Information und die Lust, zu begeistern – dafür steht die Saison Spring.Summer 21

Die MUNICH FABRIC START mit BLUEZONE, KEYHOUSE und den individuellen Präsentationsformen der knapp 1.000 internationalen Anbieter von Fabrics und Additionals leitete vom 04. bis 06. Februar 2020 überzeugend in die Saison Spring.Summer 21 ein. Den rund 18.400 internationalen Fachbesuchern wurde in München ein breites Spektrum an stark aufgestellten Kollektionen mit innovativen Produkt- und Trendaussagen geboten, die ein neues Bewusstsein für Ökologie und die zunehmende Relevanz natürlicher Optiken und Ressourcen schonender Materialien aufzeigten.

Die MUNICH FABRIC START hat sehr deutlich gezeigt, dass das Messeformat in Zeiten des Umbruchs und bei großen Herausforderungen als starke Branchen-Plattform überzeugt. Dank der Professionalität und Souveränität aller Beteiligten entsteht die notwendige Verantwortung, die Neuorientierung des Marktes konstruktiv und lösungsorientiert anzugehen. Diese Bereitschaft haben wir in zahlreichen Gesprächen mit Ausstellern und Besuchern während der drei intensiv genutzten Messetage erfahren. Wir fühlen uns somit in unserer aktuellen und zukünftigen Ausrichtung bestätigt.
Sebastian Klinder, Managing Director MUNICH FABRIC START

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Das Design-Team von Boss Women hebt neben der guten Stimmung das qualitativ und quantitativ hochwertige Angebot hervor:
Wir genießen die entspannte Atmosphäre hier in München. Alle wichtigen Lieferanten sind da, sodass wir hier hervorragend arbeiten können. Das vorrangige Thema ist natürlich Nachhaltigkeit und das entsprechende große Angebot natürlicher Materialien wie Leinen als einer der Favoriten für Sommer 21. Es gibt darüber hinaus sehr innovative Jerseys, Bondings und Neopren-Knitting als neue und spannende Materialien.

Dies bestätigte auch Theresa Austin, Advisor AKOJO MARKET, Co-founder Paris UIUX, LVMH Group Digital:
Ich habe die Zeit auf der Munich Fabric Start sehr genossen. Insbesondere die Bluezone und das Keyhouse haben mich positiv überrascht. Ich war sehr beeindruckt von der Anzahl der Lieferanten, die mit innovativen neuen Technologien und Methoden arbeiten, um auf nachhaltigere Weise zu produzieren. Insgesamt ist die Messe ein großartiges Schaufenster für nachhaltige Innovationen. Es ist sehr inspirierend, mit so vielen Experten über ein so wichtiges Thema zu sprechen. Das motiviert und zeigt Lösungen auf. Ich konnte sehr viel Input mitnehmen, den ich in zukünftigen Projekten zum Einsatz bringen werde.

Weitere Hintergrundinformationen zum Leitthema, den Neuerungen der Saison und den Messe-Highlights finden Sie auf unserer HOMEPAGE und in der PREVIEW PRESSEMITTEILUNG.
Hochauflösendes Bildmaterial finden Sie in der PRESSEGALERIE.

THRIVABILITY IM FOKUS

Das Leitthema THRIVABILITY traf die aktuelle Stimmung der Branche, in der zukunftsorientierter Unternehmergeist auf Begeisterung und ein sich wandelndes Werteverständnis trifft. In München zeichnete sich sehr deutlich ab: Die Ära Nachhaltigkeit bestimmt derzeit jegliche Gespräche und Diskussionen der Textilindustrie. Der Tenor scheint einstimmig: Die Branche ist auf dem richtigen Weg und nun heißt es, Verantwortung zu übernehmen, Information in Aktion zu wandeln und Transparenz zu schaffen.

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Den positiven Ansatz für eine neue Form der Aufgeschlossenheit hob Claudia Lanius, Lanius, hervor:
Hier in München wird das größte Portfolio nachhaltiger Produkte gezeigt. Ein derartig breites Spektrum in dieser Dichte ist sonst nirgendwo zu finden. Alle großen Supplier sind hier vor Ort. Hinzu kommt ein hervorragend besetztes Begleitprogramm an Panels und Diskussionsrunden. Die Akzeptanz nachhaltiger Themen wird immer größer, was insgesamt eine sehr positive Entwicklung ist. Dies zeigt sich auch in den kompetenten Auszeichnungen der Artikel in der ReSOURCE Area.

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Das steigende Interesse rund um Nachhaltigkeit, Zertifizierungen und zukunftsrelevante Themen bestätigt Franziska Dohrmann, GOTS:

Der Kontakt zu großen Marken nimmt deutlich zu und das Interesse an zertifizierten Artikeln steigt. Bereits am ersten Messetag haben wir bis in den Abend hinein eine starke Besucherfrequenz mit sehr guten Gesprächen verzeichnet. Die zunehmende Akzeptanz zeigt sich auch bei den stark besuchten Vorträgen des ReSOURCE Forums.

INFORMATIONEN, VERANTWORTUNG UND TRANSPARENZ IM GESPRÄCH

Die unterschiedlichen Aspekte, Innovationen, neuartigen Kollaborationen und Kommunikationskonzepte standen auch im Fokus der zahlreichen gut besuchten Side Events im KEYHOUSE, der ReSOURCE Area und in der BLUEZONE.

 

Als Messeveranstalter sehen wir uns auch in der Rolle eines Impulsgebers, der eine entsprechende Reichweite generieren kann. Daher legen wir besonderen Wert auf ein qualitatives und vielseitiges Rahmenprogramm, das Dank internationaler Experten einen Einblick in aktuelle Innovationsthemen, Problemstellungen und Lösungen bietet und damit die Grundlage für eine transparente Wissensvermittlung bildet.
Frank Junker, Creative Director MUNICH FABRIC START

Gleich zum Auftakt am Dienstag Vormittag ging Trend Forecaster David Shah auf eben diese Herausforderungen in seiner enthusiastischen Keynote „The 10 Design Pillars of Design“ ein. Der Publisher und CEO von View Publications zeichnete dabei Szenarien neuer Rückzugsmöglichkeiten und der Suche nach Strukturen und Simplizität in Zeiten von Digitalisierung und Diversifizierung.

Auch die hochkarätig besetzte Panel Diskussion zum Thema „Future Textile Supply Chain“ mit internationalen Experten sorgte für neue Denkanstöße, wie die textile Kette durch nachhaltige Lösungen und Networking transformiert werden kann. Neben Transparenz, einer intensiven Kommunikation mit den Konsumenten und der Entwicklung nachhaltiger Technologien dürfe die Produkt-Entwicklung, Qualität und Ästhetik als unverzichtbare Kriterien nicht vergessen werden.

 

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Die textile Wertschöpfung wird momentan radikal neu gedacht. Es gilt für jedes Unternehmen, sich mit diesen Impulsen auseinander zu setzen und individuelle Konzepte zu entwickeln. Sicher ist: Auch in Zukunft werden nur die Unternehmen erfolgreich sein, deren Mode begeistert und die ökonomisch sinnvoll agieren. Digitale Prozesse, dezentralisierte Produktion, kleinere Chargen, kürzere Lead-Times, umfassende Transparenz und neue zirkuläre Geschäftsmodelle – es bleibt spannend, welche dieser Entwicklungen wann skalierbar sind. Sicher ist: Jetzt ist der richtige Moment, um sich für das eigene Unternehmen Prinzipien für den Umgang mit den neuen Perspektiven zu erarbeiten. Ein 90-minütiges Expertenpanel zu „Future Textile Supply Chain“ ist angesichts dieser faszinierenden Aussichten gerade ausreichend, um an der Oberfläche der neuen Möglichkeiten zu kratzen.
Alexander Vogt, Kern. Consulting

INNOVATIONEN, ZUKUNFTS-MATERIALIEN & NEUE TRENDS

Wissen, Transparenz, Qualität, Verantwortung und Kommunikation beeinflussen die momentane Vielzahl an Produkt- und Prozessinnovationen.

Als großer Favorit geht Leinen, sowohl pur als auch in Mischung mit Baumwolle, ins Rennen für die Saison Spring.Summer 21. Weitere Material-Neuheiten drehten sich um Superstretch-Seide, recyceltes Polyester, Ecovero-Tencel-Leinen, Naia- und Cupro-Fasermischungen oder Hanf-Textilien – ganz klar erkennbar war der ständige Bezug auf natürliche Fasern und Oberflächen.

Das Thema des exklusiven Trend-Seminars von Li Edelkoort unterstreicht diese Aussage. In ihrem zweistündigen Vortrag „Green Wave“ stellte die international renommierte Trendexpertin ihre Interpretationen zu Spring.Summer 2021 vor. Auch hier war deutlich ein Um- und Neudenken zu natürlichen Materialien und Optiken zu erkennen. In ihrem Ausblick auf den Winter 21/22 favorisiert sie Weiß als globale Farbe, worauf sich neue Strukturen, Styles und Designs aufbauen.

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BLUEZONE – Reject egoism. Create ECOISM. Rewrite your future

Die Denim-Industrie steht vor neuen Herausforderungen, denen sich die Blue Community unter dem Leitthema ECOISM als optimistische und internationale Gemeinschaft auf der BLUEZONE stellte.

Das starke Netzwerk aus über 100 großen internationalen Marken und zahlreichen Denim-Experten suchte Antworten auf einen bewussten Konsumansatz und ein wachsendes Interesse an Ready-Made Solutions, die zukunftsorientierte Produkte, modernste technologische Verfahren und komplexe Funktionalitäten bieten.

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Aktuelle, den Denim-Markt bestimmende Themen wurden in Vorträgen und international besetzten Podiumsdiskussionen vertieft. Der Rivet 50 Talk zum Thema “2020 Vision” gab direkt am ersten Messemorgen einen Ausblick auf Unternehmen, Technologie und Fashion im nächsten Jahrzehnt. Eine der Kernaussagen beleuchtete die veränderten Ansprüche der Konsumenten – stationärer Handel kann nur mit neuen Konzepten überleben, wie beispielsweise das Angebot nachhaltiger Mode, Vintage, und Repair-Stores unter einem Dach. Gerade deshalb müsse die Denim Community immer weiter zusammenrücken.

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Alberto Candiani von Candiani bestätigt, dass das Gemeinschaftsgefühl des Leitthemas ECOISM die Zukunft bestimmt:
ECOISM – Ich liebe das Konzept, den Slogan, das Thema der diesjährigen BLUEZONE. Es geht um green Innovations, die sichtbar und greifbar sein müssen, und um Verbraucher, die besser informiert sind als je zuvor und nach einer neuen Art von Konsum suchen. Wir als Blue Community sind für einen massiven Wandel verantwortlich, die die als „umweltverschmutzende“ Industrie angesehene Branche in ein grünes Modell verwandelt, das auf nachhaltiger Innovation und Zirkularität basiert. Denim kann als der populärste, „demokratischste“ und vielleicht „invasivste“ Stoff angesehen werden, der je auf dem Planeten hergestellt wurde – und wir, die Ecoists, wollen Denim so verändern, dass er zur repräsentativen Flagge für diese Revolution wird.

KEYHOUSE – STARKES NETZWERK KREATIVER KÖPFE

Das Think Tank der MUNICH FABRIC START bot konkrete Ansätze für eine zukunftsorientierte Textil- und Modeindustrie. Information, Transparenz und Interaktion stehen für ein inspirierendes Netzwerk an innovativen Projekten und zukunftsfähigen Kollaborationen.

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Die fortschrittliche Plattform von Munich Fabric Start, das KEYHOUSE, ebnet seit einiger Zeit den Weg nach vorn und verbindet Innovatoren und die Branche. Der Innovation Space, in dem sich Game Changer und Pioniere zusammenfinden, gibt den Traditionalisten der Textilbranche erfolgreich einen Ausblick auf die Zukunft. Das KEYHOUSE bietet den Raum für Superstars der Modetechnologie, die neue Technologien, nachhaltige Entwicklungen, Experten-Workshops und Trendseminare präsentieren. Ich würde das KEYHOUSE leicht als „Department für Innovation“ für Modeunternehmen beschreiben.
Muchaneta Kapfunde, Founding Editor-in-Chief FashNerd.com

Muchaneta Kapfunde forderte in ihrer Keynote „Rethinking the business of fashion“ ein Umdenken innerhalb der Fashion Industrie. Der Wandel sei durch den Einfluss von Digitalisierung und Technologie möglich und notwendig. Beispiele für grundlegende Veränderungen seien Block Chain Transparency, Compostable Packaging, On-Demand-Solutions sowie die Herstellung von Textilien auf Basis von Milchprodukten.

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In der Panel Diskussion von Sportswear International besprachen internationale Experten, wie Automatisierung, Digitalisierung und Lokalisierung den globalen Fashion Markt verändern werden und welche Auswirkungen diese neuen Standards auf CSR-Themen und Sourcing Strukturen haben werden.

Große Aufmerksamkeit erhielt erneut die von Simon Angel kuratierte SUSTAINABLE INNOVATIONS Area im KEYHOUSE. Er betonte vor allem die Offenheit der Besucher für die oftmals komplexen Themen, für neuartige Materialien und Material-Gewinnung. Erfreulich sei vor allem die Bereitschaft, sich auszutauschen, Netzwerke zu bilden und damit die Gemeinschaft aller Beteiligten innerhalb der Textil- und Modebranche zu stärken.

 Im Keyhouse herrscht eine einmalige energiegeladene Atmosphäre mit sehr inspirierenden Besuchern. Besonders spannend fand ich das große Interesse an ganzheitlich nachhaltigen Konzepten, die in die Tiefe gehen. Die Branche ist somit definitiv auf einem guten Weg.
Chandra Prakash, Founder & CEO Cocccon

Nicht nur in den Seminaren und Vorträgen wurde über die Zukunft der Textilbranche diskutiert – auch die MUNIQUE MOODS Party am ersten Messeabend bot Gelegenheit, die Gemeinschaft zu stärken und Informationen auszutauschen. In einem aufwändig inszenierten und eigens dafür errichteten Palastzelt kamen etwa 1.500 Gäste zusammen.

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MUNICH FABRIC START – Ein Paradigmenwechsel hin zu ganzheitlicher Nachhaltigkeit

Eine neue Ebene der Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Transparenz, ein steigender Bedarf an Information
und die Lust,
zu begeistern – dafür steht die Saison Spring.Summer 21.

Das Bewusstsein für eine neue Ökologie ist inzwischen zu einer der stärksten gesellschaftlichen Bewegungen geworden. Sie fordert uns auf neu zu denken, Verantwortung zu übernehmen, Transparenz zu schaffen und in einen intensiven Dialog zu treten.

Die MUNICH FABRIC START mit BLUEZONE, KEYHOUSE und den individuellen Präsentationsformen der knapp 1.000 internationalen Anbieter von Fabrics und Additionals leitet vom 04. – 06. Februar in die Saison Spring.Summer 21 ein. Den rund 20.000 erwarteten Fachbesucher wird in München ein breites Spektrum an Stoffen, Zutaten, Designs, Manufacturing Services sowie ein informatives und inspirierendes Rahmenprogramm geboten.

Die Saison Spring.Summer 21 ist gezeichnet von Dynamik, Wellen und Strahlkraft – das Leitthema THRIVABILITY bringt Enthusiasmus, schafft Begeisterung, lässt blühen und gedeihen. THRIVABILITY dekonstruiert unser Modeverständnis und pflanzt ein positives Denken: Ästhetik und Menschen begegnen sich auf Augenhöhe; Ressourcen und die Natur werden respektiert. So entsteht ein neues Verständnis für ganzheitliche Nachhaltigkeit und zukunftsorientierten Unternehmergeist. Spring.Summer 21 beantwortet aktuelle Marktbedürfnisse und reflektiert ein sich wandelndes Werteverständnis. Wissen, Transparenz, Qualität, Verantwortung und Kommunikation beeinflussen die momentane Vielzahl an Produkt- und Prozessinnovationen. THRIVABILITY verbindet diesen neuen Zeitgeist mit einer klassischen Trendterminologie und leitet so eine inspirierende Neuausrichtung von Materialien, Fashion und Design ein.

MUNICH FABRIC START HIGHLIGHTS

ASK THE EXPERT-Kommunikationsinseln mit THRIVABILITY Impulsgebern
Um dem Nachhaltigkeits- & Innovations-orientierten Aspekt von THRIVABILITY Rechnung zu tragen, wird auf der kommenden MUNICH FABRIC START ein neues Informationskonzept im Trend Forum integriert. An verschiedenen Kommunikationsinseln im Foyer des MOC geben Industrie-Experten Impulse und Antworten auf aktuelle Fragestellungen, vom Ursprung des Materials über verschiedenste Verarbeitungsprozesse bis hin zur Verwertung des Kleidungsstücks. Im direkten Gespräch erhalten Sie wertvolles Know-How, Einblicke in THRIVABILITY-relevante Bereiche und Lösungsmöglichkeiten für sowohl nachhaltige wie innovative Prozesse entlang der Wertschöpfungskette zu:

CIRCULARITY | FIBERS & MATERIALS | MARKETING & COMMUNICATION | RECYCLING | SOCIAL RESPONSIBILITY

NEUES ICON LEITSYSTEM
In diesem Zuge setzt die MUNICH FABRIC START auch erstmals ein neu entwickeltes Icon-Leitsystem ein, welches alle in den Trend Foren präsentierten Material-Highlights transparent unter nachhaltigen wie technischen Aspekten kennzeichnet. Auf diese Weise können Besucher die jeweiligen besonderen Eigenschaften von Textilien und Zutaten auf einen Blick zuordnen.

FABRICS
BEWUSSTSEIN ALS INNOVATIONSTRÄGER. Etwa 700 Anbieter zeigen in über 1.000 Kollektionen ihre Interpretationen zu kreativen Zukunfts-Szenarien – basierend auf neusten technologischen Entwicklungen und dem bewussten Umgang mit ökologischen Ressourcen. Die modische Kombination von Natur- und Technologiefasern zeigt sich in zahlreichen neuen Textilstrukturen: leuchtende Oberflächen, fließender Glanz, weiche Glasuren, Farbverläufe, Transparenz, abstrakte Muster und reliefartige Formenelemente. Die MUNICH FABRIC START vereint auch diese Saison wieder Textilproduzenten mit einer riesigen Bandbreite modernster Stoffe, die neben Klassikern wie Baumwolle, Viskose, Wolle, Elasthan, Spitze und Leinen auch Neuheiten wie Superstretch-Seide, recyceltes Polyester, Ecovero-Tencel-Leinen, Naia- und Cupro-Fasermischungen oder Hanf-Textilien präsentieren.

ADDITIONALS
TRIMS FOR FUTURE – unter diesem globalen Motto präsentieren sich die rund 200 international führenden ADDITIONALS Anbieter. Modische Neuentwicklungen drehen sich um irisierende Oberflächen, leuchtende Garne und elektrisierende Farbapplikationen. Recycelte und nachhaltig produzierte Produkte in Naturfarben stehen im Fokus. Die ITL Group zeigt nicht nur erstmals sein umfassendes Angebot, sondern launcht auch seine C.A.R.E. Kollektion (Conscious, Affordable, Responsible, Eco-Friendly Labels) während der kommenden Messe. Clic fasst diese Entwicklungen zusammen: Wir haben uns auf realistische und organische Artikel konzentriert, die die Natur sowohl in ihrer Form als auch in ihrer Textur bewahren.”

ReSOURCE
In einem qualitativen Forum bündelt und präsentiert die ReSOURCE Area rund 800 nachhaltig produzierte Artikel der ausstellenden Fabrics und Additionals Produzenten. Mit unserer bahnbrechenden DryIndigo®-Technologie ist es nun möglich, Denim mit 0% Wasserverbrauch herzustellen“, beschreibt Tejidos Royo seinen neusten Meilenstein. Bornemann Etiketten sieht die größte Herausforderung im Gleichgewicht zwischen Kreativität, Nachhaltigkeit und Effizienz, während Dutel auf zeitlose und langlebige Spitzenqualität setzt. Lanificio Roma verfolgt ressourcenschonende Prozesslösungen mit dem Ziel, weniger zu verschwenden und Produktions- und Konsumabfälle als neue Ressourcen wiederzuverwenden.

DESIGN STUDIOS
Natürliche Farben auf Basis nachhaltiger Färbeprozesse bestimmen die Farbpaletten der inspirierenden Designs der international renommierten Textildesigner und Trendbüros in den DESIGN STUDIOS. Der aktuelle Wandel in der Textilindustrie führt zu einer Revolution in der Druck- und Färbeindustrie und bedingt ein Revival natürlicher Farbstoffe. Auch Design Union und Primus Pattern betonen die gleichzeitige Naturnähe und Diversität der Textildrucke in Spring.Summer 21.

SOURCING
Ready-Made Solutions gewinnen mehr und mehr an Bedeutung und auch das Interesse an marktnahen Sourcing Anbietern steigt – im Fokus dabei sind Schnelligkeit und eine Verringerung der Komplexität. Zahlreiche hochwertige Neuzugänge wie Easy Invest Solutions oder Union 3 Fashion bieten in der SOURCING Area als global etablierte Fertigungsunternehmen einen umfassenden Einblick in die gesamte textile Produktionskette und deren verlässliches Beschaffungsmanagement. Cascade Enterprises lässt sich für Spring.Summer 21 von der Natur inspirieren und kehrt so bei Drucken, Stoffen und Silhouetten zu den Basics zurück. Ressourcenschonend agiert der Sourcing-Spezialist Fateks Kumas Tekstil, der Gewebe aus recycelten PET-Flaschen anbietet und verarbeitet.

Der Innovation Think Tank gibt Einblick in Future Fabrics, neue Technologien, Smart Products & Processes, nachhaltige Innovationen und alternative Materialressourcen – das KEYHOUSE inspiriert und bietet zukunftsorientierte Impulse. Für weitere Informationen Klicken Sie hier.

Mit über 100 großen internationalen Marken hat sich die BLUEZONE als Initiator einer außerordentlich starken und innovativen Denim Community positioniert. Die Antwort auf einen bewussten Konsumansatz und ein wachsendes Interesse an Ready-Made Solutions, die zukunftsorientierte Produkte, modernste technologische Verfahren und komplexe Funktionalitäten bieten. Für weitere Informationen Klicken Sie hier.

KEYNOTES & SEMINARE

Zur kommenden MUNICH FABRIC START gibt es ein dichtes und hochkarätig besetztes Veranstaltungsprogramm mit spannenden Panel Diskussionen, polarisierenden Keynotes und Trend Seminaren internationaler Experten. Im Keyhouse in der Halle 5 finden hoch interessante Vorträge zum Thema Innovationen statt. Einen tiefen Einblick in die Entwicklungen der Denim Industrie geben die vielseitigen Veranstaltungen in der BLUEZONE Area Halle 7. Ein ebenso dicht getaktetes Programm findet im ReSource Forum im K3 im MOC zu den Themen Nachhaltigkeit, Zertifizierung und Gütesiegel statt.

David Shah über „The 10 Design Pillars” – Dienstag, 04.02.2020 von 10.30 – 12.00 Uhr
Der Trend Forecaster und Publisher der Textile View hält eine Keynote zum Thema „The 10 Design Pillars”. David Shah präsentiert neue Perspektiven auf Designeinflüsse von der Slowbilisation bis zum Hopepunk, von der Biophilia bis zu Datascapes.

Fashion Revolution – Dienstag, 04.02.2020 von 12.00 – 13.00 Uhr
Ariane Piper gibt einen Einblick in Fashion Revolution – wie eine Kampagne die Modeindustrie revolutionieren will. Die virale Kampagne „Who made my clothes“ wird erneut als Installation für Transparenz in der Fashion Industrie werben.

Experten-Panel zu „Future of the Textile Value Chain” – Dienstag, 04.02.2020 von 14.00 – 15.30 Uhr
Am ersten Messetag findet wieder eine hochkarätig besetzte Panel Diskussion zum Thema „Future of the Textile Value Chain“ statt. Moderiert von Jana Kern und Alex Vogt von KERN. Consulting diskutieren die fünf internationalen Experten Prof. Dr. Michael Braungart, Hans H. Jung, David Shah, Jan Wilmking und Lauren Zahringer über die Disruption und Transformation durch Nachhaltigkeit und Networking in der textilen Wertschöpfungskette.

Rivest 50‘s 2020 Vision – Dienstag, 04.02.2020 von 15.00 – 16.00 Uhr
Was wird das neue Jahrzehnt für die Denim Industrie und Community bringen? Rivet 50 versammelt einige der einflussreichsten Denim People, um deren Prognosen für Business, Technologie und Mode zu diskutieren.

Exklusives Trend Seminar von Li Edelkoort – Dienstag, 04.02.2020 von 16.00 – 18.30 Uhr
Die wohl bekannteste Trend Forecasterin unserer Zeit hält ein exklusives Trend Seminar. In einer eindrucksvollen Präsentation stellt sie GREEN WAVE – die Fashion Trends für Spring.Summer 21, GREEN BOOK – die Recreationwear Trends für Spring.Summer 21, sowie STILLNESS – als Full Colour Forecast für Autumn.Winter 21/22, vor.

„Fashion Activism” Panel by Muchaneta Kapfunde – Mittwoch, 05.02.2020 von 11.00 – 12.00 Uhr
Die FashNerd Gründerin Muchaneta Kapfunde vereint die Experten Kresse Wesling, Styliani Parascha, Marta Waydel und Marina Toeters zu einem Panel über Fashion Activism: Creating the Fashion of the Future.

Hessnatur Stiftung über „Der Weg zum Grünen Knopf“ – Mittwoch, 05.02.2020 von 11.00 – 12.00 Uhr
Rolf Heimann, CEO der Hessnatur Stiftung, Institute for Applied Sustainability, erläutert in einem Vortrag die Frage „Wie bereite ich mein Unternehmen auf die Zertifizierung vor?“

„How automation will change the fashion industry” – Mittwoch, 05.02.2020 von 14.00 – 15.00 Uhr
Die fünf Technologie Experten David Schmelzeisen, Ralf Schneider, Dr. Thomas Fischer, Jon Zornow und Sabine Kühnl diskutieren in einem einstündigen Panel über „Don’t be afraid of robots – how automation will change the fashion industry“. Automatisierung, Digitalisierung, Lokalisierung sind die Trends, die den globalen Modemarkt neu gestalten. Ist die Modeindustrie bereit, sich an neue Standards anzupassen? Welche Konsequenzen hat dies für die derzeitige Beschaffungsstruktur, auch im Hinblick auf die soziale Verantwortung?

“The data behind today’s winning marketing strategies” – Mittwoch, 05.02.2020, 17.00 – 18.00 Uhr
Gina Gulberti, VP Digital Marketing bei Launchmetrics, halt eine einstündige Keynote über “The data behind today’s winning marketing strategies”.

Alle Termine und das komplette Vortragsprogramm finden Sie hier.

MUNICH FABRIC START & KEYHOUSE & SOURCING
04. Februar 2020 | 9.30 bis 18.30 Uhr
05. Februar 2020 | 9.30 bis 18.30 Uhr
06. Februar 2020 | 9.30 bis 16.00 Uhr

BLUEZONE
04. Februar 2020 | 9.30 bis 18.30 Uhr
05. Februar 2020 | 9.30 bis 18.30 Uhr


ReSOURCE - Nachhaltige Standards garantiert

Mit der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft wird die Gewährleistung wirklich nachhaltiger Standards von Käufern und Marken immer stärker nachgefragt. Im Vorfeld ihrer Ausstellung bei der kommenden ReSOURCE im Zuge der MUNICH FABRIC START haben wir die Vertreterinnen Heike Hess vom Internationalen Verband für Naturtextilien (IVN) und Franziska Dormann of Global Organic Textile Standard (GOTS) interviewt.

Kurz gesagt, vergibt IVN zwei Qualitätssiegel für ökologisch erzeugte Produkte: NATURTEXTIL und NATURLEDER. Für beide Siegel hat der Verband Parameter definiert, die in der Branche zum Standard geworden sind. Der Verband ist Mitinhaber von GOTS, dem weltweiten Standard für die Herstellung nachhaltiger Textilien im industriellen Maßstab.

Welche Frage wird Ihnen am Anfang des Beratungsgesprächs am häufigsten gestellt?

GOTS: Oftmals ist es eine generelle Einführung in den Global Organic Textile Standard, sprich was wird durch den Standard abgedeckt? Und wie wird dies sichergestellt? Durch die Überprüfung der strikten Sozial- und Umweltkriterien entlang der gesamten textilen Lieferkette – vom Feld bis zum Kleiderschrank – sorgt der GOTS für Sicherheit und Transparenz gegenüber dem Verbraucher. Die unabhängige Zertifizierung bringt Glaubwürdigkeit im Vergleich zu reinen Selbstaussagen.

IVN: Die meisten Besucher fragen uns nach Zertifizierungen und Siegeln. Wie kann man sich zertifizieren lassen, welche Stoffe und Accessoires muss man sourcen, um die Anforderungen für IVN BEST oder GOTS zu erfüllen oder wie unterscheiden sich unsere Siegel zu anderen, die in der ReSOURCE zu finden sind, registrieren Sie sich hier.

Welche Veränderung wünschen Sie sich von Brands in den nächsten 5 – 10 Jahren, um nachhaltige Aspekte der Textilindustrie herbeizuführen und diese zu verankern?

GOTS: Ich glaube, die Wichtigkeit und Dringlichkeit haben die meisten erkannt, denn keiner kann mehr lange unter dem Radar fliegen. Nachhaltigkeit interessiert denjenigen am meisten, der sich rechtfertigen muss. Das sind bei uns die Marken, die verkaufen. Interesse ist bei allen Beteiligten da, die Frage ist welche Handlungen folgen? Bei der Industrie reicht die Bandbreite von Greenwashing zu aufrichtig praktizierter Nachhaltigkeit. Bei den Verbrauchern geht es von bloßen Lippenbekenntnissen bis zur echten Bereitschaft, wirklich mehr für nachhaltige Produkte auszugeben.
IVN: Viele Einkäufer, vor allem Brands, suchen nach zertifizierten Stoffen. Für zertifizierte Stoffe aus Naturfasern ist die Auswahl in der RESOURCE recht groß, bei synthetischen und Regeneratfasern mangelt es aber an Produkten, die mit wirklich nachhaltigen Siegeln ausgezeichnet sind. Hier würde ich mir mehr Interesse der Brands wünschen, das zieht ein stärkeres Engagement der Stoff-Lieferanten nach sich.

Wie hat sich die Vorgehensweise von Brands bei der Recherche und beim Einkauf während der letzten Saisons verändert?

GOTS: Durch die Messen, aber auch gezielte Anfragen per E-Mail, wird deutlich, dass sich immer mehr Brands darüber informieren wollen, welche Lieferanten bereits GOTS-zertifiziert sind. Hier verweise ich dann auf die öffentliche Datenbank mit fast 6.000 zertifizierten Betrieben. Viele Unternehmen, die sich für den GOTS interessieren, wollen mit ihren bestehenden Lieferanten weiterarbeiten und gemeinsam den Weg der Zertifizierung ihrer kompletten Lieferkette gehen.
IVN: Man merkt deutlich, dass das Thema Nachhaltigkeit bei den Brands einen immer größeren Stellenwert einnimmt. Die Besucher der ReSOURCE sind besser vorbereitet und stellen konkretere Fragen. Viele suchen ganz gezielt nach bestimmten Produkten und haben klare Vorstellungen, wie ein Stoff beschaffen sein soll. Die Verweildauer der Brands in der ReSOURCE ist gestiegen. Auch mehr und mehr Einkäufer, die nicht explizit nachhaltigen Unternehmen angehören, zeigen Interesse an den Produkten, die in der ReSOURCE ausgestellt sind.

Was sind die Herausforderungen der Industrie für eine zukunftsorientierte Modebranche?

IVN: Je nach Größe und Ausrichtung der Modeunternehmen sind die Herausforderungen unterschiedlich. Kleinere Brands haben – gerade im nachhaltigen Segment – Probleme, zertifizierte Lieferanten zu finden, die auch kleine Metragen liefern. Größere Unternehmen haben viele verschiedene Materialien im Einsatz und entsprechend viele verschiedene Lieferanten. Hier den Überblick über die gesamte Lieferkette bis zum eigenen Unternehmen zu haben, ist schwierig, vor allem, wenn man Wert auf ein gewisses Nachhaltigkeitsniveau der Lieferanten und Vorlieferanten legt. Nach wie vor ist es eine Herausforderung, Zertifizierungen und Nachhaltigkeit mit der Wirtschaftlichkeit von Produkten in Einklang zu bringen. Für besonders modische Brands ist es noch immer anspruchsvoll, exklusive oder individuelle Stoffe und Additionals in nachhaltiger Qualität zu finden. Es gibt sicher noch einige weitere Herausforderungen, aber insgesamt ist es ein gutes Zeichen, dass es heute bedeutend einfacher und rentabler geworden ist, nachhaltige Mode zu produzieren als noch vor ein paar Saisons.


Nachhaltige Textilien & Accessoires auf der VIEW

Nur wenige Wochen vor der MUNICH FABRIC START werden während der VIEW Premium Selection vom 3. bis 4. Dezember 2019 die ersten Materialentwicklungen, neueste Qualitäten und Farbtrends für die SPRING.SUMMER 2021 präsentiert. TEXCART, TEJIDOS ROYO, LANIFICIO ROMA, DUTEL CREATION und BORNEMANN ETIKETTEN gehören zu den Anbietern, die ihre Neuheiten in der erweiterten ReSource Area für nachhaltige Stoffe und Accessoires auf der VIEW zeigen.

TEXCART

Was bedeutet es für Ihr Unternehmen, sich der Verantwortung in Bezug auf Mikroplastik und Überkonsum zu stellen?

TEXCART: Wir fokussieren uns bereits seit über 5 Jahren auf diese Themen. Angefangen bei den Materialien, die wir täglich verwenden wie beispielsweise Kartons, Umschläge, der Gebrauch von Papier im allgemeinen, Kollektions-Mood Boards, Aufkleber. Dabei achten wir darauf, dass das Material recycelt oder recycelbar ist. Im Hinblick auf den Massenkonsum achten wir auch hier auf Veränderungen und produzieren unsere Artikel z.B. auf Anfrage, um Restbestände zu reduzieren.

TEJIDOS ROYO: Mit der bahnbrechenden DryIndigo®-Technologie des spanischen Herstellers Tejidos Royo ist es nun möglich, Denim mit 0% Wasserverbrauch herzustellen. Dies ist ein besonderer Meilenstein in der Textilindustrie. Außerdem wird bei der Herstellung der Energieaufwand um 65% reduziert, der Einsatz von chemischen Produkten ist  89 % geringer und  schließt die Verwendung von Wasserkomplett aus. Durch die Einführung der DryIndigo®-Technologie im Jahr 2019 hat Tejidos Royo bereits mehr als 1 Million Liter Wasser für die Denim-Färbung eingespart. Der wirtschaftliche Gewinn aus der eingesparten ersten Million Liter Wasser wurde an UNICEF gespendet – zur Unterstützung der Wasser- und Sanitärprogramme, die das Leben von Kindern auf der ganzen Welt verbessern.

DUTEL: Seit 2 Jahren entwickelt Dutel eine nachhaltige Serie namens „PURE“, die recycelte Polyesterketten und biologisch angebaute Baumwollschussgarne verwendet. Wir planen, all unsere Polyesterketten mit recycelten zu ersetzen. Die Herausforderung besteht darin, eine vollständig nachhaltige Kollektion herzustellen und dafür zuverlässige Lieferanten mit sicherer Rückverfolgbarkeit zu finden. Seit Jahren sammeln und recyceln wir alle Abfälle aus unserer Fabrik. Auch eine neue Klimaanlage hat unseren Stromverbrauch deutlich reduziert.

BORNEMANN: Neben nachhaltigen Labeling-Produktionen für unsere Kunden wollen wir auch unsere internen Prozesse optimieren. Durch die Digitalisierung unserer Protokolle, der kurzfristigen Herstellung von Prototypen und die Reduzierung des Aufwandes bei der Herstellung von digitalen Musterteilen, sparen wir Ressourcenauf verschiedenen Ebenen.

Bournemann-Etiketten|Stand A29

Stellen Sie Ihre neuesten Kollektionen/Entwicklungen vor, die Sie auf der VIEW präsentieren werden

TEXCART: Unsere Kollektion ist wie gewohnt komplex und besteht aus mehreren Artikeln, die in einer Vielzahl von Materialien, Techniken und Designs hergestellt werden. Wir haben verschiedene Themen vorbereitet, die den Trend-Tendenzen folgen, aber auch Muster aus nachhaltigen und recycelten Materialien. Wie jede Saison werden wir eine Reihe von Denim-Accessoires anbieten. Durch unser großes Netzwerk an professionellen Partnern werden wir kontinuierlich über Trends, neue Techniken und Materialien informiert, insbesondere über nachhaltige und umweltfreundliche Neuheiten.

LANIFICIO ROMA: Bei Lanificio Roma sind wir darauf sensibilisiert, in der Produktion recycelte Garne zu verwenden. Viele Stoffe aus der neuesten Kollektion sind somit umweltfreundlich. Die Qualitäten unserer Bio-Baumwolle und ECOVERO Viskose werden aus nachhaltigen Garnen hergestellt.

DUTEL: Der Sommer 2021 des Jacquard-Spezialisten nutzt die glänzenden Effekte auf lebendigen, knackigen Oberflächen. Taft- und Voile-Grundoberflächen werden mit transparentem Glanz und einem Cellophan-Crunch veredelt. Die Farbpalette ist auf Weiß und Perlweiß aufgebaut. Die Oberflächen sind mit irisierenden Garnen überzogen, um „haarige“ Effekte zu erzeugen. Leichte, baumwollähnliche Jacquards werden mit perlmuttartigem Glanz beleuchtet, Muster schwingen durch farbenfrohe irisierende Garne mit. Filigrane oder kräftige Blumen, gepaart mit hellen Streifen, werden mit einem farbenfrohen Schimmer veredelt.

BORNEMANN: Wir präsentieren unsere neuesten Entwicklungen für Denimwear Women/Men, Modern Casual und Workwear. Die Herausforderung der Berufsbekleidung liegt in der Kombination von Mode und Funktion. Dabei müssen Materialien bestimmte Standards erfüllen. Unter anderem zeigen wir mehrere flammhemmende Produkte – gewebt, bedruckt und silikonisiert, die gleichzeitig den aktuellen Normen entsprechen.

Dutel Creation|Stand B09

Weniger einkaufen, weniger verschwenden, weniger produzieren. Was sind die größten Herausforderungen für Sie, um weiterhin erfolgreich und gleichzeitig nachhaltig zu sein?

TEJIDOS ROYO: In der Textilindustrie müssen wir unsere Prozesse überarbeiten, um eine viel nachhaltigere Branche zu werden. DryIndigo® ist ein wichtiger Meilenstein in diesem Bereich, und wir hoffen, dass es sowohl die Branche als auch die Marken dazu inspiriert, mehr Technologien zu entwickeln, die dazu beitragen, dass unsere Branche viel verantwortungsvoller gegenüber unserer Umwelt wird. Wir stehen vor der Revolution des nachhaltigen Denims und mit unserer internationalen Kampagne „One Million Liters“ wollen wir erreichendass sich jeder daran beteiligt und wir gemeinsam die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung bis 2030 umsetzen können.

LANIFICIO ROMA: Wir produzieren recycelte Rohstoffe, um unserem Planeten erheblich schützen zu können. Wir haben ein neues Produkt mit reduziertem Wasserverbrauch entwickelt, um die Auswirkungen der zunehmenden Verschmutzung und des übermäßigen Verbrauchs zu bekämpfen. Unser Ziel ist es, weniger zu verschwenden und Produktions- und Konsumabfälle als neue Ressourcen wiederzuverwenden.

DUTEL: Unser Ziel ist das Angebot von Spitzenqualität, die über die Jahre hinweg Bestand hat.Insbesondere für unser Sortiment „ALLURE“, das zeitlose, subtile Texturen bietet und unser Angebot für verschiedene Kundentypen wie Accessoires, Schals, Schuhe, Hüte, aber auch Kinderbekleidung erweitert. Weniger produzieren? Nein! Um das Fortbestehen unseres Unternehmens zu sichern, können wir nicht weniger produzieren, sondern mehr Vielfalt anbieten. Es geht nicht zwingend um weniger, sondern viel mehr um eine bessere Produktion!

BORNEMANN: Das Gleichgewicht zwischen Kreativität, Nachhaltigkeit und Effizienz scheint die größte Herausforderung zu sein. Das bedeutet für uns im Alltag, dass wir eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten müssen, um ihre Prioritäten zu verstehen. Und auf lange Sicht auf eine Situation hinarbeiten, in der keiner der drei Aspekte im Widerspruch zueinandersteht. Die Digitalisierung hat einen großen Einfluss darauf und die Bewältigung dieser Herausforderungen ist Priorität unseres Unternehmens.

Lanificio Roma|Stand A30

Zertifizierungs-Organisationen in der Nachhaltigkeits-Area ReSOURCE

Mit ReSOURCE hat die MUNICH FABRIC START eine erweiterte Sourcing-Plattform etabliert, die neue Dimensionen von Nachhaltigkeit für eine innovative und zukunftsorientierte Produktion aufzeigt. Und damit ein von Experten unterstütztes und initiiertes Forum geschaffen, das Lösungen für Sustainability bietet.
Mit rund 800 Artikeln zeigte ReSOURCE während der drei Messetage die aktuellsten nachhaltigen Stoff- wie Zutaten-Entwicklungen sowie Innovationen in den Kategorien:

GOTS
RECYCLED
ORGANIC/NATURAL
DENIM
BIOLOGISCH ABBAUBAR
SCHADSTOFFFREI
REGENERATED CELLULOSICS
INNOVATIVE (HYBRIDS & BIOPLASTICS)
LEATHER & ALTERNATIVES
DENIM

Unter den präsentierten Innovationen sind nachhaltige Entwicklungen aus Baumwolle, Wolle, Hanf in der Kategorie ORGANIC/NATURAL. Die Kategorie RECYCLED zeigt recycelte Waren aus Pre-Consumer Waste, recycelten Flaschen und Garnen, aber auch SEAQUAL-zertifizierte Waren aus recyceltem Plastikmüll. REGENERATED bietet vegane Stoffe, die mit dem V-LABEL zertifiziert sind. INNOVATIVE zeigt neuartige Materialien wie biobased Polyamidstoffe oder Bio Plastics.

Von Anfang an begleiten Experten der internationalen Zertifizierungsorganisationen die Entwicklung der heutigen Sustainability-Area ReSOURCE auf der MUNICH FABRIC START. Wir stellen unsere langjährigen Partner vor:

DER INTERNATIONALE VERBAND DER NATUR TEXTILWIRTSCHAFT E.V.

Unsere Umwelt mit ihren Menschen, Tieren und Pflanzen zu bewahren, ist nicht länger nur ein Modethema. Für die Mitgliedsunternehmen des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft e.V. (IVN) sind Nachhaltigkeit, Respekt und Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt grundlegende Werte. In allen Stufen der Produktion und des Vertriebs gilt es, diese Einstellung umzusetzen und sie möglichst vielen Menschen nahe zu bringen. Als Pionier-Verband ist der IVN richtungsweisend für Naturtextilien und Naturleder bei Presse, Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft . Als Branchenverband vertritt und fördert er die spezifischen Akteure aus den Bereichen Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung. Die Schwerpunkte der Verbandsdienstleistungen sind Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Beratung, Schulung, Netzwerken und Lobbyarbeit. Der IVN ist darüber hinaus Standardgeber für zwei Qualitätszeichen für ökologisch hergestellte Produkte: NATURTEXTIL und NATURLEDER. Beiden Labels legt der Verband Umsetzungsanforderungen zu Grunde, die inzwischen zu einer Richtschnur in der Branche geworden sind. Darüber hinaus ist der IVN Mitinhaber des Global Organic Textile Standard (GOTS), einem weltweit anerkannten Standard für die Herstellung von Naturtextilien auf industriellem Niveau. Von Lieferanten und Vorstufen-Betrieben über Produzenten und Brands bis hin zu Einzelhändlern und Dienstleistern erstreckt sich die Mitgliederliste über die gesamte Produktionskette und schafft so ein umfassendes Netzwerk an „grüner“ Fach-Expertise.

www.naturtextil.de

GLOBAL ORGANIC TEXTILE STANDARD (GOTS)

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist der weltweit führende Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette vom Feld, über Nassveredlungsprozesse (Färben/Drucken) zum Handel und fordert gleichzeitig die Einhaltung von Sozialkriterien. 2017 stieg die Anzahl an GOTS zertifizierte Betrieben auf 5.024. GOTS zertifizierte Betriebe. Auf der öffentlich zugänglichen Datenbank können Unternehmen GOTS zertifizierte Lieferanten aus 63 Ländern zum Sourcen auf www.global-standard.org finden. Eine GOTS Zertifizierung setzt IFOAM Family of Standards Bio Standards für die Rohfaser voraus und setzt strenge Kriterien entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette (u.a. Chemikalieninput und ILO Sozialkriterien) vom Feld bis zum fertigen Produkt. Auch B2B Reseller müssen sich zertifizieren lassen, um Referenz auf GOTS beziehen zu können.

www.global-standard.org

MADE IN GREEN BY OEKO-TEX®

Klare Fakten, ein sicheres Gefühl. Ein Label schafft Transparenz & Vertrauen. Verbraucher suchen heute nach hochwertigen Textil- und Lederprodukten mit vielfältigen Funktionen. Wichtige Faktoren bei ihrer Kaufentscheidung: Die Produkte sollen der Gesundheit nicht schaden und zudem in umweltfreundlichen Betriebsstätten unter fairen Arbeitsbedingungen gefertigt worden sein. Ein mit MADE IN GREEN by OEKO-TEX® zertifiziertes Produkt erfüllt die anspruchsvollen Kriterien von gleich zwei OEKO-TEX® Systemmodulen: STANDARD 100 by OEKO-TEX® (stellt sicher, dass das Produkt auf Schadstoff e geprüft wurde) und STeP by OEKO-TEX® (bescheinigt, dass das Produkt unter sozialverträglichen Arbeitsbedingungen nachhaltig hergestellt wurde).

NACHHALTIGKEIT SICHTBAR GEMACHT
• Produziert aus schadstoffgeprüft en Materialien.
• Produziert in umweltfreundlichen Betrieben.
• Produziert an sicheren und sozialverträglichen Arbeitsplätzen.

MADE IN GREEN by OEKO-TEX® schafft mit einer individuellen Produkt-ID eine beispiellose Transparenz. Wenn Verbraucher den QR-Code scannen oder die Produkt ID bei madeingreen.com eingeben, kann die Lieferkette des Artikels nachverfolgt werden – transparent, global und präzise. MADE IN GREEN ermöglicht es Unternehmen, verantwortungsbewusstes Handeln glaubwürdig zu kommunizieren – und unterstützt den Konsumenten, nachhaltige Kaufentscheidungen zu treffen.

www.oeko-tex.com


MUNICH FABRIC START überzeugt als Innovations & Informationsplattform

Die aktuelle MUNICH FABRIC START, 03. bis 05. September 2019, mit neuer SOURCING Halle für Prime Manufacturing Solutions und erweitertem Ausstellerportfolio überzeugte einmal mehr als Innovations- und Informationsplattform mit verdichteten Themenkomplexen, neuen Ausstellungsformaten und zahlreichen erstklassig besetzten Panel-Diskussionen, Keynotes und Vorträgen. Ausgeweitet auf acht Hallen präsentierten die mehr als 1.000 internationalen Anbieter erstmals über 2.000 Kollektionen in den Segmenten Fabrics, Additionals, Denim und Apparel Sourcing zu Autumn.Winter 20/21.

Gleich zum Auftakt am Dienstagvormittag sorgte die hochkarätig besetzte Panel Diskussion zum Thema „SusTECHability – How Trends & Technology influence Sustainability in Fashion“ mit internationalen Experten für große Zugkraft. Moderiert von Jana Kern und Alex Vogt (KERN. Consulting) diskutierten Li Edelkoort (Trend Union), Tricia Carey (Lenzing Fibers), Michael Stanley-Jones (UN Global Compact), Erik Bang (H&M Foundation), Natasha Franck (EON Group) und Muchaneta Kapfunde (FashNerd.com) die Zukunft der Mode vor dem Hintergrund von Einflüssen aus Lifestyle und Design, nachhaltigen Ressourcen und zirkulären Prozessen, Big Data und Artificial Intelligence.

‚Technologische Entwicklungen können ein Schlüssel sein, um den momentanen Widerspruch zwischen einer wachsenden Textilbranche und der Notwendigkeit, ressourcen-schonender zu agieren, aufzulösen. Von Transparenz über Kreislauffähigkeit bis hin zur Überproduktion – die möglichen Einsatzgebiete von Big Data, Artificial und Amplified Intelligence sind vielfältig. Das Besondere an diesem Keyhouse-Panel war sein inter-disziplinärer Ansatz: Ein Diskurs zwischen der öffentlich-gesellschaftlichen Perspektive mit Li Edelkoort, den UN und Medien auf der einen Seite und der H&M Foundation, Lenzing und EON auf der anderen Seite denjenigen, die echte Innovationen in unsere Branche bringen.’
Alex Vogt, KERN. Consulting

Sehr zufrieden zeigten sich die Veranstalter nach Messeschluss mit dem Resultat der drei Messetage. Mit rund 20.300 internationalen Fachbesuchern wurde das Ergebnis aus dem Vorjahr im September 2018 auf konstant hohem Niveau gehalten. Im Vergleich zur MUNICH FABRIC START im Februar 2019 bedeutet dies ein Plus von knapp 1%. Die Besucherverteilung nach Ländern verzeichnet mehr Besucher aus Frankreich, Großbritannien, Schweden, Dänemark, China, den USA, Südafrika sowie ost-europäischen Ländern wie der Türkei, Slowenien, Kroatien, Ungarn oder der Slowakei. Aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden sowie Spanien kamen weniger Besucher nach München.

‚Angesichts der aktuellen Marktsituation im deutschen und europäischen Raum sind wir sehr zufrieden mit diesem konstanten Ergebnis und der Besucherfrequenz der drei Messetage. Alle Segmente und Areas der MUNICH FABRIC START waren gut besucht, auch die neue Halle 8 wurde sehr gut angenommen. Das KEYHOUSE und die BLUEZONE erlebten die bislang stärkste Zugkraft seit Bestehen. Dies bringt eine sich verändernde Verweildauer in den jeweiligen Hallen und Segmenten der Messe mit sich. Wir beobachten eine Verschiebung der Bedürfnisse von Besuchern über das reine Sourcing von Stoffen und Zutaten hinaus – nach Content und Impulsen, nach Innovationen und Markttendenzen.’
Sebastian Klinder, Managing Director MUNICH FABRIC START

Und dies vor dem Hintergrund, dass die Zukunft der Textil- und Modeindustrie mehr denn je von neuen und sehr komplexen Themen bestimmt wird. Zum einen gibt es den vielschichtigen Bereich der Nachhaltigkeit in all seiner Bewusstheit, Sensibilität und Verantwortlichkeit. Zum anderen Digitalisierung und Technologie als perspektivische Größe, die mehr und mehr Produkt- und Prozesslösungen neu definiert.

Diese schon jetzt in vielen Segmenten relevanten Felder bildet die MUNICH FABRIC START bereits mit konkreten Show Cases, fundierten Informationen und zahlreichen Produktinnovationen für einen breiten Markt ab und fördert damit die inzwischen so notwendige Dialogbereitschaft. Content, Communication, Connection. Darum wird es in Zukunft stärker denn je gehen. Dies bestätigten Besucher und Aussteller in zahlreichen Gesprächen.

‘Mit den aktuellen Ausstellungsformaten, den sehr gut frequentierten und hochkarätig besetzten Keynotes, Panel Discussions und Vorträgen leistet die MUNICH FABRIC START einen wesentlichen Beitrag für eine Neugestaltung der textilen Zukunft. Mit Hilfe und der großartigen Unterstützung von Experten, namhafter Unternehmen und ambitionierter Start-ups, mit mutigen Kreativen und engagierten jungen Menschen, die ihre Zukunft nach neuen Kriterien gestalten. Und hier sehr zielstrebig und lösungsorientiert Maßstäbe setzen.‘
Frank Junker, Creative Director MUNICH FABRIC START

Auch die Show Cases in BLUEZONE und KEYHOUSE belegen, dass Content und Communication die wesentlichen Parameter für neuartige Kollaborationen sind. Marykate Kelly von Candiani bestätigt, dass es bei einer Messepräsenz heute um viel mehr geht als um reine Kollektionspräsentation.

‘Wir sehen die BLUEZONE als Community Platform und als Content Hub. Auch wenn es für Produktkommunikation vielfältige Marketingkanäle gibt, so kann man doch nirgendwo eine solche 360 Grad Brand Experience bieten wie auf einer Messe. Und hier auf der BLUEZONE finden wir neben einer tollen Location auch eine sehr aufgeschlossene und interessierte Community.‘
Marykate Kelly, Candiani Denim

Ähnlich sieht dies Tricia Carey von Lenzing Fibers:

‘Für uns ist dies eine fantastische Messe, um unsere Kunden zu treffen. Darüber hinaus bekommen wir viele Inspirationen und Eindrücke. Die MUNICH FABRIC START ist eindeutig meine favorisierte Messe. Hier herrscht eine sehr spezielle Atmosphäre. Die unterschiedlichsten Formen der Kreativität treffen hier aufeinander. Des Weiteren nutzen wir die Möglichkeit, unsere Produkte, Strategien und Kooperationen über Seminare zu erklären und Projekte vorzustellen. Wir haben hier in München die unterschiedlichsten Besucher begrüßen können: Amerikanische Clients, Absolventen von Hochschulen, Start ups und natürlich wichtige europäische Brands.‘
Tricia Carey, Lenzing Fibers

Mit zahlreichen Markteinführungen, Produktinnovationen und Kollaborationen internationaler Denim Brands war die BLUEZONE die bislang stärkste Show seit Bestehen. Beispielhaft das ALL RELATED COLLAB PROJECT mit zahlreichen Designern und Unternehmen, die gemeinsam 8 nachhaltige Denim Silhouetten entworfen haben.

Informativ und gut frequentiert auch die Sportswear International Talks „Women in Denim“ moderiert von Sabine Kühnl (Editor in Chief, Sportswear International) und Lucie Germser (Head of Communication & Design, Monsieur-T.) im Gespräch mit Tricia Carey (Lenzing Fibers), Kelly Harrington, Silvia Rancani (The Denim Window), Sinem Celik (BluProjects), Sondos Saïd (Denim Authority), Sadia Rafique (Endrime), Sevgin Sicim (C&A), Ebru Debbag (Soorty) Özge Özsov (Bossa) und weiteren.

Neben der Notwendigkeit des Dialogs und Austausches ist Technologie der neue Key Factor: Zum einen weil Digitalisierung es ermöglicht, die vom Konsumenten geforderten Transparenzen zu gewährleisten, wie zum Beispiel durch Blockchain Technologie. Zum anderen, weil technologische Entwicklungen eine neue visuelle Ästhetik schaffen und damit zur optischen Erneuerung beitragen.

So war denn auch das Interesse und der Andrang im KEYHOUSE groß, wenn es um technologische Interaktionen ging, wie beispielsweise bei KPMG x Microsoft mit der 3. Generation einer Mixed Reality Hololens, die ein neues Einkaufserlebnis bietet. Oder die Premiere des Digital Fabric Lab, das durch Analyseprozesse die Produktionszeit um ein Vielfaches verkürzen kann.

‘Es ist eine sehr gute Erfahrung zu erleben, wie unterschiedlich die Besucher hier im KEYHOUSE sind. Ebenso vielfältig sind ihre Interessen. Wir haben eine sehr positive Resonanz auf unser Smart Textiles Pop-Up Lab erfahren. Für uns ist es sehr wichtig vor Ort zu sein, um uns einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Wir nutzen die Chance, das Interesse für technologische Möglichkeiten zu wecken und zu schaffen.
Pauline van Dongen, Holst Center, Eindhoven

‚Technology shapes Fashion’, bringt Rosanne van der Meer, Gründerin von The Girl and The Machine sowie N.I.O. New Industrial Order diese Entwicklung auf den Punkt. Das Start-up designt und produziert personalisierte Knitwear auf Basis von 3D-Stricktechniken.

‘Zuerst habe ich es als problematisch empfunden, dass die Optik eines auf 3-D Technik entwickelten Pullis anders war als die von herkömmlichen, tradierten Strickmodellen. Erst mit der Zeit habe ich erkannt, dass es sogar ein echtes USP ist, dass 3D-Knitting einen eigenen, erkennbaren Look mitbringt, der sich von herkömmlichen Styles abhebt und die Mode damit auch optisch in die Zukunft führt.‘
Rosanne van der Meer, N.I.O. New Industrial Order

Neben Kommunikation und Digitalisierung ist Nachhaltigkeit nach wie vor eines der dominierenden Themen. Dies diskutierte Muchaneta Kapfunde von FashNerd.com in ihrer Panel Diskussion „Reshaping the Fashion Industry for Good“ mit Charney Magri (Do Epic Good), Olivia Pinnock (Fashion Journalist) und weiteren.

‚Damit die Bekleidungsindustrie wirklich auf nachhaltige Innovation setzen kann, muss die Mode insgesamt einen hybriden Ansatz verfolgen, der es ihnen ermöglicht, Nachhaltigkeitsinitiativen mit einem hohen Maß an Design, Unterbrechung und Integration neuer Technologien umzusetzen.’
Muchaneta Kapfunde, Founding Editor-in-Chief FashNerd.com

Auch in der ReSOURCE Area wurden mehr Besucher im Vergleich zu vorangegangenen Veranstaltungen gezählt. Begrüßt wurde die Ausweitung des Stoffangebotes, wobei eine steigende Nachfrage nach zertifizierten Artikeln erkennbar war. Sehr positiv aufgenommen auch der erstmals präsentierte Bereich rund um das Thema Verpackung und Präsentation. Sehr gut frequentiert war das erneut qualitativ hervorragend besetzte Vortragsprogramm.

‘Die Besucher sind gut vorbereitet und stellen sehr informierte Fragen. Neben namhaften großen Firmen viele kleine Unternehmen und Start-ups. Inzwischen kommen zahlreiche Fragen per E-Mail im Nachgang, so dass eine intensive und persönliche Kommunikationsebene entsteht. Schön auch zu sehen, dass die Besucher sich Zeit nehmen und systematisch vorgehen. Das zeigt; das System ist gelernt. Die Anstrengungen der Messe für die ReSOURCE Area haben sich gelohnt. Ein tolles Engagement.‘
Heike Hess, Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.

Rundum begeistert war auch Simon Angel im KEYHOUSE:

‘Viele Besucher haben inzwischen verstanden, dass sie neugierig und offen für all das sein sollten, was hier passiert. Die Atmosphäre spricht für sich selbst. Content, Dialog und Kommunikation sind die wichtigen Parameter für diese Form der Interaktion. Es ist schön zu sehen, dass Aussteller und Besucher inzwischen vertraut sind mit dem, was hier im KEYHOUSE geschieht. Sustainable Innovations greifen diesen Spirit auf und gehen in den Dialog, um die Botschaft dann auf den Punkt zu bringen.‘
Simon Angel, Curator Sustainable Innovations

Die Forderung nach nachhaltigen Produkten und einer entsprechend transparenten und Ressourcen schonenden Produktion ist längst kein Nischenthema mehr, sondern eine der vordringlichsten Hauptherausforderungen für alle marktrelevanten Fabrics und Additionals, so das einvernehmliche Statement der Aussteller und Besucher der MUNICH FABRIC START. Tomas Vucurevic, Inhaber der Markenstrategieberatung Braind, sieht für die textile Vorstufe viel Potenzial, sich über messbare Werteversprechen als eigenes Brand aufzustellen.

‘Das so genannte Ingredient Branding wird zunehmend wichtiger in einem Markt, in dem der Konsument nicht nur das Endprodukt nachfragt, sondern auch dessen Entstehungsgeschichte kritisch hinterfragt.‘
Tomas Vucurevic, Braind

Welche Komponenten in Form von Performance Eigenschaften oder auch zunehmend in Form von Nachhaltigkeitslösungen in einem Kleidungsstück angeboten werden, werde so zunehmend zu einem echten Verkaufs- und Kaufargument, das auch auf die Fashion Brands positiv ausstrahle. In Zukunft gehe es daher vermehrt um vertikale Markenkooperationen, bei denen viele Player entlang der Wertschöpfungskette gemeinsam an einer Lösung arbeiten.

Ein voller Erfolg war der Launch der neuen SOURCING Area im gerade erst eröffneten Business Club Munich direkt gegenüber des MOC. Eine selektierte Auswahl von rund 75 internationalen Bekleidungsherstellern und Produzenten präsentierte in der neuen Halle 8 ihre Services u.a. für die Segmente Women und Men, für Accessories, Corporate, Couture und Tailored. Neben den wichtigsten deutschsprachigen Konfektionären waren ebenso namhafte Retailer vor Ort, die gezielt Produzenten suchten. Darüber hinaus Besucher aus den baltischen Ländern, aus Russland und den Niederlanden.

‘Es war ein richtiger und wichtiger Schritt, das neue Sourcing Format in dieser Location anzusiedeln. Entsprechendes Feedback kommt von den Ausstellern und den zahlreichen Besuchern. Wir haben schon jetzt von allen Ausstellern die Zusage, dass sie beim nächsten Mal wieder dabei sein werden. Es ist wichtig, dass ‘Manufacturing und Produktion‘ in München präsentiert werden und sich in dieser Exklusivität zeigen.‘
Sebastian Klinder, Managing Director MUNICH FABRIC START

Bereits zum 7. Mal wurde im Rahmen der MUNICH FARBIC START der HighTex Award für herausragende Leistungen innovativer und nachhaltiger Produktentwicklung vergeben. Den ersten Platz belegte RDD Textiles aus Portugal. Platz zwei und drei gingen nach Italien an M.T.T. Spa Manifattura Tessile und Brugnoli. Die prämierten Innovationen werden detailliert unter folgendem Link vorgestellt: HIGH TEX AWARD GEWINNER

‘Die Vergabe des HighTex Award verstehen wir als Anerkennung für hervorragende Leistungen und gleichzeitig als Motivation für neuartige Innovationsprojekte. Es ist ein nachhaltiger Beitrag für eine saubere Zukunft und einen bewussten Umgang mit Ressourcen dank innovativem Materialeinsatz. Unsere herzlichen Glückwünsche an die drei bestplatzierten Unternehmen. Und der Respekt vor der Leistung und dem Engagement aller Teilnehmer und ihren zukunftsweisenden Produktentwicklungen.‘
Claudia Mynott, Communications Director MUNICH FABRIC START

Während des gesamten Messeverlaufs informierte ein umfangreiches und spezialisiertes Side Event Programm Besucher und Aussteller im KEYHOUSE, im DENIM DOCK der BLUEZONE und in der ReSOURCE Area über aktuelle Themen, Trends und Strömungen sowie zukünftige Marktentwicklungen. Das Interesse war enorm und zeigt, wie groß der Informationsbedarf ist, die richtigen Antworten auf brennende Fragen zu bekommen.

‘Ich bin immer wieder begeistert, wie sich die MUNICH FABRIC START als qualitativ hochwertige internationale Fabric Fair entwickelt hat. Für meine Arbeit sind der Zeitpunkt und das gebotene Spektrum perfekt. Ich konzentriere mich inzwischen voll auf die Messen hier in München.‘
Thomas Rath

‚Diese sehr fokussierte Messeveranstaltung ist ideal, um nochmals sehr intensiv mit den Lieferanten zu sprechen. Die Reise nach München zahlt sich für uns jedes Mal aus.‘
Dorothee Schumacher

Die nächste MUNICH FABRIC START findet vom 04. bis 06. Februar 2020 statt. Die BLUEZONE am 04. bis 05. Februar 2020.


Die Macher der MUNICH FABRIC START im Gespräch

Über zukünftige Messeformate, das Spannungsfeld zwischen Poesie und Problemlösung sowie die Möglichkeiten des Digital Fabric Labs.

IN DEN LETZTEN SAISONS HAT SICH DIE MUNICH FABRIC START FLÄCHENMÄSSIG ENORM VERGRÖSSERT. IM SEPTEMBER ERÖFFNEN SIE MIT DEM RELAUNCH DER DER SOURCING AREA HALLE 8.

Sebastian Klinder: Ja, das ist richtig. Wir haben innerhalb der letzten vier Jahre sukzessiv die Ausstellungsfläche erweitert. Wir haben die BLUEZONE um den CATALYZER ergänzt. Das KEYHOUSE als Think Tank erfolgreich positioniert und werden jetzt den so wichtigen Bereich des SOURCING neu aufsetzen. Bei dieser gewachsenen Entwicklung steht jedoch nie die reine Flächenerweiterung im Vordergrund, sondern in erster Linie der strategische Ansatz, neue relevante Felder in einem individuellen, exklusiven und adäquaten Rahmen abzubilden. Das ist uns bislang gelungen und treibt uns an, den Fokus auf relevante Marktentwicklungen und einen Mehrwert an Informationen für die Branche zu legen.

IST DAS DIE DEFINITION DES ZUKÜNFTIGEN MESSEFORMATES?

Frank Junker: Unserem Verständnis nach ja. Unsere Aufgabe und Verantwortung ist es, zu beobachten und sehr genau hin zu hören. Zu schauen, wie entwickelt sich der Markt? Wo sind gravierende Ausschläge? Was bewegt die Branche? Und als logische und verantwortliche Konsequenz, Antworten zu geben, Impulse zu setzen. Wir tun dieses mit größtem Engagement. Und mit der Unterstützung ausgewiesener Experten, nicht nur in bilateralen Gesprächen, sondern ganz offen und präsent in unseren zahlreichen Panels, Diskussionen und Round Tables, aber auch durch Kooperationen mit etablierten Partnern.
Wir laden alle Aussteller und Besucher, Designer, Einkäufer und Produktmanager ein, sich an diesen Projekten zu beteiligen, das Know-how zu nutzen für ihre alltäglichen Prozessabläufe und Produktentwicklungen. Zunehmendes Interesse an diesen Performances signalisieren inzwischen auch artfremde Branchen wie die Automobilindustrie oder der Interieur-Bereich. Was wir natürlich sehr begrüßen.

SIE PRÄSENTIEREN DIE JEWEILIGEN SECTIONS IN EINEM GANZ SPEZIELLEN RAHMEN, MIT SEHR VIEL AUFMERKSAM¬KEIT FÜR ATMOSPHÄRE UND GESTALTUNG.

Frank Junker: Wir sind in einer sehr kreativen und emotionalen Branche unterwegs. Hier geht es längst nicht mehr nur um den einen Stoff, die eine Farbe, den einen Trend. Es geht um mehr als um Mode. Dieses Bewusstsein möchten wir veranschaulichen, erlebbar, konkret und verständlich machen. Nehmen Sie zum Beispiel Nachhaltigkeit. Ein polarisierendes, sensibles und anspruchsvolles Thema, das als solches auch alle Aufmerksamkeit sowie den entsprechend kuratierten Rahmen verdient. Oft entstehen dabei neuartige Spannungsfelder wie bei der aktuellen Präsentation der Sustainable Innovations im KEYHOUSE. Da treffen Poesie und Problemlösung aufeinander. Hier schaffen wir gestalterische Verbindungstools in Form von Bildern, Objekten, Interaktionen. So werden Geschichten neu erzählt und führen im unmittelbaren Dialog zu überraschenden Ergebnissen. Zu Inspiration. Das ist gelebte und erlebte Kreativität mit größtmöglicher Effizienz.

WAS IST DAS HERAUSFORDERNDE THEMA DER ZUKUNFT DER BRANCHE?

Sebastian Klinder: Zukünftige Schlüsselthemen sehen wir in der Digitalisierung von Stoffen und Zutaten. Wir sind davon überzeugt, dass es in den nächsten Jahren zu jedem präsentierten Stoff oder Knopf einen ‘digitalen Zwilling‘ geben wird. Durch diesen Analyseprozess kann die Geschwindigkeit in der Produktion um ein Vielfaches gesteigert werden.
Ein Szenario könnte sein, dass zukünftig standardisierte digitale Daten mit entsprechenden Materialparametern von Seiten der Zulieferindustrie der Modeindustrie zur Verfügung gestellt werden, um diese schnell und effizient in entsprechende Simulationssoftware übertragen zu können.
Zur kommenden MUNICH FABRIC START werden wir erste Ansätze dieser technischen Möglichkeit in Form eines Digital Fabric Lab im KEYHOUSE abbilden und so mit Hilfe von Digital-Stationen den Prozess der Stoff-Digitalisierung demonstrieren. Ein sehr spannendes und aus meiner Sicht auch herausforderndes Thema für die Industrie mit viel Potenzial.
Hier früh und kompetent mit starken Partnern anzusetzen, eine öffentliche und mediale Plattform zu bieten und ganzheitliche Kooperationen zu initiieren, gehören zu unseren elementarsten Aufgaben als Messeveranstalter.

An dieser Stelle möchten wir unseren herzlichen Dank an die zahlreichen Experten richten, mit denen wir langjährig zusammenarbeiten – Danke für euer großes Engagement, euren Input, das Vertrauen, immer neue Visionen, euer Know-how und die uneingeschränkte Unterstützung. Das Ergebnis ist überwältigend und motiviert uns, diesen Weg mutig und konsequent gemeinsam weiterzugehen.


Starke Themen, progressive Formate & neue Areas

Die MUNICH FABRIC START mit BLUEZONE, KEYHOUSE und den individuellen Präsentationsformen der über 1.000 internationalen Anbieter von Fabrics und Additionals setzt einmal mehr neue Standards in der konzeptionellen Ausrichtung. Das bestehende Format wurde sowohl qualitativ wie auch quantitativ erweitert, komplettiert und vertieft. Den rund 20.000 erwarteten Fachbesuchern in München wird vom 3. bis 5. September 2019 ein breites Spektrum an Stoffen, Zutaten, Designs, Manufacturing Services und Rahmenprogramm mit einer bislang unerreichten Informations- und Inspirationsdichte geboten.

‘Innerhalb der letzten Jahre haben wir sukzessiv die Ausstellungsfläche erweitert. BLUEZONE um CATALYZER ergänzt. Das KEYHOUSE als Think Tank erfolgreich positioniert und aktuell den so wichtigen Bereich des Sourcing neu aufgesetzt. Mit dieser gewachsenen Struktur verfolgen wir den strategischen Ansatz, neue Inspirationsfelder in einem individuellen, exklusiven und adäquaten Rahmen abzubilden. Wir freuen uns auf drei Messetage mit einer noch nie dagewesenen Produktvielfalt und Themenfülle, die der Branche viele Produktneuheiten, innovative Prozesslösungen und neuartige Materialressourcen bieten wird.‘
Sebastian Klinder, Managing Director MUNICH FABRIC START

Die HIGHLIGHTS der MUNICH FABRIC START

  • – Im MOC wird eine neue Form der Trendpräsentation inszeniert.
  • – Der Bereich der ReSOURCE Areain Halle 4 wurde erneut erweitert und bildet eine feste Kompetenz für nachhaltige Stoffe und Zutaten mit ausgewiesenem Experten-Know-how.
  • – Ein besonderes Opening wird die SOURCING Area in der gerade erst eröffneten Halle 8, direkt gegenüber des MOC.
  • – Das KEYHOUSE, als Think Tank der MUNICH FABRIC START, spannt den Bogen von Technologie zu Nachhaltigkeit, von Digitalisierung zu neuen Materialressourcen und Fertigungsprozessen und bietet damit eine Fülle an modernsten Forschungsprojekten, inspirierenden Kollaborationen sowie hochtechnologischen Produkt- und Prozessentwicklungen.
  • – Zukunftsorientiert das neue SUSTAINABLE INNOVATIONS Forum im KEYHOUSE, kuratiert von Simon Angel.
  • – Das ALL RELATED COLLAB PROJECT by BLUEZONE ist als neuartiger Konzeptansatz richtungweisend für zukünftige Kooperationsnetzwerke.
  • – Zum 7. Mal wird der HighTex Award verliehen. Ausgezeichnet mit dem Innovationspreis der MUNICH FABRIC START werden herausragende Initiativen und Engagement rund um intelligente Prozesslösungen, innovative Highlights, Biotech, Digitalisierung und Sustainable Innovations.
  • – Den Auftakt des Side Event Programms macht gleich zum Messestart am 3. September SusTECHability – HOW TRENDS & TECHNOLOGY INFLUENCE SUSTAINABILITY IN FASHION mit einem hochkarätig besetzten Podium.
  • – Am Nachmittag des 03. September wird Li Edelkoort in einer exklusiven Trend Präsentation die neusten Shapes, Textiles und Colours für Autumn.Winter 20/21 vorstellen. Einen ersten Ausblick auf die Farben für Spring.Summer 21 geben sowie mit Recreation auf das Comeback der Casual Wear hinweisen.

BEYOND AWARE – Globaler Trend

BEYOND AWARE, das übergreifende Trendthema für Autumn.Winter 20/21 analysiert die vielschichtigen Bewusstseins-Ebenen unterschiedlicher Wahrnehmungen – persönlich, global, regional, mental, rational, emotional bis hin zu transzendental. Es geht um Selbstwahrnehmung, die Betrachtung des Status Quo. BEYOND AWARE steht für ein Neu- und Umdenken, das weit über das bisherige Verständnis für Mode hinausgeht.
Es geht um mehr als Mode!
BEYOND AWARE fordert auf, speziell das veränderte Konsum- und Bekleidungsverhalten beim Endverbraucher sehr genau zu beobachten und gezielt zu reagieren. Und dies dynamisch, achtsam und mutig. Verbunden mit dem Appell zu einem Trend- und Wertewandel, der sich aktuell in zwei ideologischen Ausrichtungen manifestiert. Zum einen in Bold Expressions als individueller, sehr enthusiastischer Life- und Fashion-Style. Zum anderen in Forward Ethics für ein bewusstes, verantwortungsvolles Konsumieren. Zwei sehr unterschiedliche Strömungen, die polarisieren und Aufmerksamkeit schaffen. Das erklärte Ziel von BEYOND AWARE.

SECTIONS

Fabrics
Die Fabrics des Winters sind geprägt von Wolligem, von neu interpretierten Klassikern, von Komfort und Ästhetik in moderner Lässigkeit. Das Gros der Hersteller setzt dabei in der Kollektionsausrichtung auf nachhaltig produzierte Waren und Prozesse. Nachhaltigkeit ist ein selbstverständlicher Teil der Vorstufe geworden. Ein neues Konsumbewusstsein und das Wissen um Transparenz haben zu grundlegenden Verschiebungen geführt. Sowohl bei den Stoffen als auch bei Farben und nicht zuletzt den zu erwartenden Styles. Wie vielfältig und individuell diese Trendrichtung aufgefasst und übersetzt werden kann, demonstrieren die mehr als 800 internationalen Stoff-Anbieter in den FABRICS Areas der MUNICH FABRIC START. Mal progressiv, mal klassisch oder sportiv, mal maskulin oder in neuer Femininität. Vielfach mit voluminösem, softem Finish. Immer aber in größtmöglicher Leichtigkeit.
Additionals
Der perfekt abgestimmte Knopf, der plakative Zipper, die dekorative Strassapplikation, das individuell gestaltete Labeling. Die neusten Kreationen für Knöpfe, Bänder, Ziersteine, Verschlüsse, Spitzen, Stickereien und Etiketten stellen die über 200 international führenden Zutaten- und Accessoires-Anbieter für Autumn.Winter 20/21 in der ADDITIONALS Area der MUNICH FABRIC START vor.

Design Studios
Inspirierende Designs und kreativen Input liefern die wichtigsten internationalen Textildesigner und Trendbüros in den DESIGN STUDIOS der MUNICH FABRIC START im firstFLOOR. Sie setzen Impulse für zukünftige Prints, immer auf der Suche nach dem Besonderen, dem Einzigartigen.

SOURCING Area
Mit dem Launch der SOURCING Area in der neuen Halle 8 des gerade eröffneten Business Club Munich gegenüber des MOC ist eine direkte Anbindung an die MUNICH FABRIC START und BLUEZONE gewährleistet. Auf dieser eigenständigen und adäquaten Fläche für den wachsenden Bedarf von Manufacturing Services präsentieren mehr als 80 internationale Bekleidungshersteller und Produzenten ihre Services u.a. für die Segmente Women und Men, für Accessories, Corporate, Couture und Tailored vor.
‘Die Idee dieses neuen Formates basiert darauf, eine inspirierende und effiziente Atmosphäre in einem zeitgeistigen und hochwertigen Ambiente zu schaffen. Und damit eine einzigartige Kommunikations- und Arbeitswelt. Mit dem neuen SOURCING-Bereich können wir nun die textile Beschaffungskette an einem Standort in München abbilden.‘
Frank Junker, Creative Director MUNICH FABRIC START
Zu den ausstellenden Unternehmen gehören etablierte Hersteller aus Portugal, Tunesien, Marokko, Italien, Mazedonien, Griechenland, der Türkei, Bosnien Herzegowina oder Hong Kong neben weiteren.

>> Check Brand List

ReSOURCE
Das Bewusstsein für ökologisch nachhaltige Zertifikate und Gütesiegel steigt zunehmend. Mit ReSOURCE hat die MUNICH FABRIC START eine breite Sourcing-Plattform etabliert, die nachhaltige Lösungen für innovative und zukunftsorientierte Produktionsprozesse aufzeigt. Das von Experten unterstützte und etablierte Forum bietet konkrete Lösungen, informiert in Seminaren und Vorträgen über relevante Entwicklungen und neueste Standards und bringt mögliche Kooperationspartner zusammen. ReSOURCE zeigt in K3/4 der Halle 4 über 600 innovative, umweltfreundlich produzierte und / oder zertifizierte Artikel.

In der aufkommenden Kreislaufwirtschaft der Zukunft wird nichts als Abfall behandelt. Was von einem Prozess übrig bleibt, fließt in einen anderen ein und bleibt so im Umlauf. Mit der Refibra-Technologie können durch Upcycling Baumwollabfälle aus der Bekleidungsherstellung, die ansonsten auf Mülldeponien gebracht oder verbrannt würden, zu brandneuen Zellulosefasermaterialien für Bekleidung und Haushaltsprodukte weiterverarbeitet werden. In einer Sonder-Installation in der ReSOURCE Area präsentiert Lenzing den zirkulären Kreislauf mit dem kompletten Produktionsprozess von TENCEL™ x REFIBRA™.

In persönlichen Gesprächen vor Ort erfährt der Besucher alle wichtigen Details über die jeweiligen Zertifikate und Siegel direkt bei den zuständigen Zertifizierungsorganisationen und Instituten. Das gesamte Portfolio der in der ReSOURCE Area gezeigten Innovationen ist ganzjährig über die neue Webseite zu beziehen:

>> www.resource-textiles.com