Spring.Summer 21 steht ganz im Zeichen eines Paradigmenwechsels hin zu GANZHEITLICHER NACHHALTIGKEIT. Damit verbunden sind ein verändertes Bewusstsein und eine wachsende Sensibilität für ein sich wandelndes Werteverständnis, einen zukunftsorientierten Unternehmergeist, kontemporäre Marktbedürfnisse und ein Umdenken genereller Standards – dies alles getragen von einer optimistischen Grundhaltung, dem Willen, der Bereitschaft und der Freude, neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. THRIVABILITY, das Leitthema der Saison, ist dabei ein starkes Synonym für eine Begeisterungswelle, die ansteckt, die motiviert und damit ein gemeinsames Ziel verfolgt. Nachhaltigkeit stellt dabei die stärkste Bewegung dar. In diesem Sinne dekonstruiert THRIVABILITY unser Modeverständnis, welches auf Transparenz, Information, Verantwortung und Kommunikation basiert.

So forciert Spring.Summer 21 den Einsatz natürlicher Materialien wie Baumwolle, Hanf und Leinen ergänzt durch neue Rohstoffe wie Orangenschalen, Kaffeebohnen, Bananenblätter, Kokosfasern und bio-basierten synthetische Materialien. Innovative Technologien werden zur Vermeidung von Überproduktion und Abfall sowie für Echtzeit-Materialkontrollen eingesetzt. Die Grundlage für eine auf eine nachhaltigere Zukunft ausgerichtete Textil und Modebranche bilden umfassende Informations-Tools und eine transparente Kommunikation.

Nachhaltigkeit ist ein Invest, ein Generationsprojekt mit einer ungeheuren Dynamik und der überzeugten Unterstützung der Gesellschaft. Das breit gefächerte Angebot der MUNICH FABRIC START, die unterschiedlichen Trendinstallationen, spannende Interaktionen, sowie zahlreiche Seminare und Panels spiegeln diese lebendige und starke Initiative wider.

„Mit THRIVABILITY gehen wir über das reine Erhalten hinaus. Wir denken Ökologie neu – ganzheitlich, optimistisch. Es ist die Chance, mit Bewusstsein und Begeisterung zu gestalten! ‘Nachhaltigkeit‘ ist die stärkste Bewegung in der Saison Spring.Summer 21. Und damit das wichtigste und auch komplexeste Thema. Nur Nachhaltigkeit bringt die gewünschte Modernität in die Kollektionen. Für uns alle, die sich mit Mode beschäftigen, ist dieser Makro-Trend eine Herausforderung – ein Paradigmenwechsel. Er ist aufwendig, vielschichtig und führt uns preislich in ein neues Denken und Handeln. Der höhere Preis, die Informationsübermittlung, sich neu zu definieren – all das ist die gestalterische Kunst ‘en vogue‘ zu sein.“
Jo Baumgartner, Fabrics & Trends MUNICH FABRIC START

Unter THRIVABILITY entwickeln sich folgende Trendrichtungen:

CIELO DRIVE
DER ZUKUNFTSOPTIMISMUS DER 60ER JAHRE ERFÄHRT EINE RENAISSANCE. Zum einen mit einem positiven, politisch motivierten Blick auf die Möglichkeiten, die vor uns liegen, zum anderen in der minimalistisch-futuristischen Formsprache, die trotz aller Reduktion mit innovativen Formen und Materialien spielt.

HOMME FATAL
LESBIAN, GAY, BISEXUAL, TRANSGENDER, TRANSSEXUAL, QUEER, QUESTIONING, m INTERSEX, ASEXUAL, ALLY, PANSEXUAL ODER KURZ LGBTTQQIAAP. Je länger diese Initialienkette wird, desto mehr nähern wir uns der totalen Auflösung und Unwichtigkeit von Geschlecht und sexueller Orientierung. Sie zeigt sich in ambivalenten Looks und Stylings, die mit dem Übertreten klassischer Geschlechterzuordnungen provozieren.

SO ROMANTIC!
DIE SEHNSUCHT NACH EINER LEICHTEN ROMANTIK, DIE UNS DEM ALLTAG ENTFLIEHEN LÄSST, WIRD IN EMPHATISCHEN GEMEINSCHAFTEN ERFÜLLT. Bei spirituellen Erlebnissen die Natur genießen, tagträumen und die Realität ausblenden: Sinnesfreuden werden erst durch intensives, meditatives Erleben in Gemeinschaft wahrhaft zelebriert.

SATURDAY NIGHT PLEASURE
MODE WIRD ENTHUSIASTISCH ERLEBT. AUS EXPRESSIVEN POWER-SILHOUETTEN BILDET
SICH EINE GESCHLECHTSFREIE, STARKE GEMEINSCHAFT, EIN KRAFTVOLLES SCHUTZSCHILD GEGEN DEN REST DER WELT. Ein Boom von feudalen Disko Looks, eingefärbt mit einem luxuriösen Vintage-Feeling, treibt diese Trendstory voran.

CROSS CULTURE
WIR SCHAUEN MIT INTERKULTURELLER NEUGIER AUF DIE SPANNENDEN KREATIONEN, DIE DER MIX VON MUSIK, MODE UND KUNST AUS UNTERSCHIEDLICHSTEN KULTUREN HERVORBRINGT. Und richten auch wieder verstärkt Aufmerksamkeit auf Vernetzungen, die eigentlich schon Geschichte haben.

RE-ORIGINATE
FUNKTIONALITÄT, NACHHALTIGKEIT UND NEUE TECHNISCHE LÖSUNGEN WERDEN ZU EINER REDUZIERTEN ÄSTHETIK ARRANGIERT. Hanf und Kork mutieren zu High Performance Materialien, gleichzeitig werden traditionelle Stickereien abstrahiert und modernisiert. Klassische Silhouetten werden mit Baukastenelementen neugestaltet und mit modernen Accessoires kombiniert.

SUPREME GODS
WIR ZEIGEN WIEDER FLAGGE BZW. MARKE. NUR AUS INNERER ÜBERZEUGUNG HANDELN? VIEL ZU BESCHEIDEN. Fashion Jünger tragen ihre Haltung in Form von Markenlogos und Branding in elaborierten Streetstyle Looks nach außen.“ Na klar, ich bin vegan. Sieht man ja an meinem Stella McCartney Schal.“

PARADIGM SHIFT
MANCHE DINGE ENTWICKELN SICH LANGSAM, FÜR MANCHE MUSS MAN ERST EINEN SCHALTER UMLEGEN UND DINGE RADIKAL NEU DENKEN. Nur so lassen sich grundlegende Konzepte experimentell neu erschließen und komplett umdenken. Wie, wenn eine Müllverbrennungsanlage zu einer städtischen Skipiste wird oder elastische Schaltkreise neue Anwendungen für Textilien ermöglichen.