MUNICH FABRIC START ÜBERZEUGT ALS INTERNATIONALE INNOVATIONS- & INFORMATIONSPLATTFORM

Die aktuelle MUNICH FABRIC START, 03. bis 05. September 2019, mit neuer SOURCING Halle für Prime Manufacturing Solutions und erweitertem Ausstellerportfolio überzeugte einmal mehr als Innovations- und Informationsplattform mit verdichteten Themenkomplexen, neuen Ausstellungsformaten und zahlreichen erstklassig besetzten Panel-Diskussionen, Keynotes und Vorträgen. Ausgeweitet auf acht Hallen präsentierten die mehr als 1.000 internationalen Anbieter erstmals über 2.000 Kollektionen in den Segmenten Fabrics, Additionals, Denim und Apparel Sourcing zu Autumn.Winter 20/21.

Gleich zum Auftakt am Dienstagvormittag sorgte die hochkarätig besetzte Panel Diskussion zum Thema „SusTECHability – How Trends & Technology influence Sustainability in Fashion“ mit internationalen Experten für große Zugkraft. Moderiert von Jana Kern und Alex Vogt (KERN. Consulting) diskutierten Li Edelkoort (Trend Union), Tricia Carey (Lenzing Fibers), Michael Stanley-Jones (UN Global Compact), Erik Bang (H&M Foundation), Natasha Franck (EON Group) und Muchaneta Kapfunde (FashNerd.com) die Zukunft der Mode vor dem Hintergrund von Einflüssen aus Lifestyle und Design, nachhaltigen Ressourcen und zirkulären Prozessen, Big Data und Artificial Intelligence.

‚Technologische Entwicklungen können ein Schlüssel sein, um den momentanen Widerspruch zwischen einer wachsenden Textilbranche und der Notwendigkeit, ressourcen-schonender zu agieren, aufzulösen. Von Transparenz über Kreislauffähigkeit bis hin zur Überproduktion – die möglichen Einsatzgebiete von Big Data, Artificial und Amplified Intelligence sind vielfältig. Das Besondere an diesem Keyhouse-Panel war sein inter-disziplinärer Ansatz: Ein Diskurs zwischen der öffentlich-gesellschaftlichen Perspektive mit Li Edelkoort, den UN und Medien auf der einen Seite und der H&M Foundation, Lenzing und EON auf der anderen Seite denjenigen, die echte Innovationen in unsere Branche bringen.’
Alex Vogt, KERN. Consulting

Sehr zufrieden zeigten sich die Veranstalter nach Messeschluss mit dem Resultat der drei Messetage. Mit rund 20.300 internationalen Fachbesuchern wurde das Ergebnis aus dem Vorjahr im September 2018 auf konstant hohem Niveau gehalten. Im Vergleich zur MUNICH FABRIC START im Februar 2019 bedeutet dies ein Plus von knapp 1%. Die Besucherverteilung nach Ländern verzeichnet mehr Besucher aus Frankreich, Großbritannien, Schweden, Dänemark, China, den USA, Südafrika sowie ost-europäischen Ländern wie der Türkei, Slowenien, Kroatien, Ungarn oder der Slowakei. Aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden sowie Spanien kamen weniger Besucher nach München.

‚Angesichts der aktuellen Marktsituation im deutschen und europäischen Raum sind wir sehr zufrieden mit diesem konstanten Ergebnis und der Besucherfrequenz der drei Messetage. Alle Segmente und Areas der MUNICH FABRIC START waren gut besucht, auch die neue Halle 8 wurde sehr gut angenommen. Das KEYHOUSE und die BLUEZONE erlebten die bislang stärkste Zugkraft seit Bestehen. Dies bringt eine sich verändernde Verweildauer in den jeweiligen Hallen und Segmenten der Messe mit sich. Wir beobachten eine Verschiebung der Bedürfnisse von Besuchern über das reine Sourcing von Stoffen und Zutaten hinaus – nach Content und Impulsen, nach Innovationen und Markttendenzen.’
Sebastian Klinder, Managing Director MUNICH FABRIC START

Und dies vor dem Hintergrund, dass die Zukunft der Textil- und Modeindustrie mehr denn je von neuen und sehr komplexen Themen bestimmt wird. Zum einen gibt es den vielschichtigen Bereich der Nachhaltigkeit in all seiner Bewusstheit, Sensibilität und Verantwortlichkeit. Zum anderen Digitalisierung und Technologie als perspektivische Größe, die mehr und mehr Produkt- und Prozesslösungen neu definiert.

Diese schon jetzt in vielen Segmenten relevanten Felder bildet die MUNICH FABRIC START bereits mit konkreten Show Cases, fundierten Informationen und zahlreichen Produktinnovationen für einen breiten Markt ab und fördert damit die inzwischen so notwendige Dialogbereitschaft. Content, Communication, Connection. Darum wird es in Zukunft stärker denn je gehen. Dies bestätigten Besucher und Aussteller in zahlreichen Gesprächen.

‘Mit den aktuellen Ausstellungsformaten, den sehr gut frequentierten und hochkarätig besetzten Keynotes, Panel Discussions und Vorträgen leistet die MUNICH FABRIC START einen wesentlichen Beitrag für eine Neugestaltung der textilen Zukunft. Mit Hilfe und der großartigen Unterstützung von Experten, namhafter Unternehmen und ambitionierter Start-ups, mit mutigen Kreativen und engagierten jungen Menschen, die ihre Zukunft nach neuen Kriterien gestalten. Und hier sehr zielstrebig und lösungsorientiert Maßstäbe setzen.‘
Frank Junker, Creative Director MUNICH FABRIC START

Auch die Show Cases in BLUEZONE und KEYHOUSE belegen, dass Content und Communication die wesentlichen Parameter für neuartige Kollaborationen sind. Marykate Kelly von Candiani bestätigt, dass es bei einer Messepräsenz heute um viel mehr geht als um reine Kollektionspräsentation.

‘Wir sehen die BLUEZONE als Community Platform und als Content Hub. Auch wenn es für Produktkommunikation vielfältige Marketingkanäle gibt, so kann man doch nirgendwo eine solche 360 Grad Brand Experience bieten wie auf einer Messe. Und hier auf der BLUEZONE finden wir neben einer tollen Location auch eine sehr aufgeschlossene und interessierte Community.‘
Marykate Kelly, Candiani Denim

Ähnlich sieht dies Tricia Carey von Lenzing Fibers:

‘Für uns ist dies eine fantastische Messe, um unsere Kunden zu treffen. Darüber hinaus bekommen wir viele Inspirationen und Eindrücke. Die MUNICH FABRIC START ist eindeutig meine favorisierte Messe. Hier herrscht eine sehr spezielle Atmosphäre. Die unterschiedlichsten Formen der Kreativität treffen hier aufeinander. Des Weiteren nutzen wir die Möglichkeit, unsere Produkte, Strategien und Kooperationen über Seminare zu erklären und Projekte vorzustellen. Wir haben hier in München die unterschiedlichsten Besucher begrüßen können: Amerikanische Clients, Absolventen von Hochschulen, Start ups und natürlich wichtige europäische Brands.‘
Tricia Carey, Lenzing Fibers

Mit zahlreichen Markteinführungen, Produktinnovationen und Kollaborationen internationaler Denim Brands war die BLUEZONE die bislang stärkste Show seit Bestehen. Beispielhaft das ALL RELATED COLLAB PROJECT mit zahlreichen Designern und Unternehmen, die gemeinsam 8 nachhaltige Denim Silhouetten entworfen haben.

Informativ und gut frequentiert auch die Sportswear International Talks „Women in Denim“ moderiert von Sabine Kühnl (Editor in Chief, Sportswear International) und Lucie Germser (Head of Communication & Design, Monsieur-T.) im Gespräch mit Tricia Carey (Lenzing Fibers), Kelly Harrington, Silvia Rancani (The Denim Window), Sinem Celik (BluProjects), Sondos Saïd (Denim Authority), Sadia Rafique (Endrime), Sevgin Sicim (C&A), Ebru Debbag (Soorty) Özge Özsov (Bossa) und weiteren.

Neben der Notwendigkeit des Dialogs und Austausches ist Technologie der neue Key Factor: Zum einen weil Digitalisierung es ermöglicht, die vom Konsumenten geforderten Transparenzen zu gewährleisten, wie zum Beispiel durch Blockchain Technologie. Zum anderen, weil technologische Entwicklungen eine neue visuelle Ästhetik schaffen und damit zur optischen Erneuerung beitragen.

So war denn auch das Interesse und der Andrang im KEYHOUSE groß, wenn es um technologische Interaktionen ging, wie beispielsweise bei KPMG x Microsoft mit der 3. Generation einer Mixed Reality Hololens, die ein neues Einkaufserlebnis bietet. Oder die Premiere des Digital Fabric Lab, das durch Analyseprozesse die Produktionszeit um ein Vielfaches verkürzen kann.

‘Es ist eine sehr gute Erfahrung zu erleben, wie unterschiedlich die Besucher hier im KEYHOUSE sind. Ebenso vielfältig sind ihre Interessen. Wir haben eine sehr positive Resonanz auf unser Smart Textiles Pop-Up Lab erfahren. Für uns ist es sehr wichtig vor Ort zu sein, um uns einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Wir nutzen die Chance, das Interesse für technologische Möglichkeiten zu wecken und zu schaffen.
Pauline van Dongen, Holst Center, Eindhoven

‚Technology shapes Fashion’, bringt Rosanne van der Meer, Gründerin von The Girl and The Machine sowie N.I.O. New Industrial Order diese Entwicklung auf den Punkt. Das Start-up designt und produziert personalisierte Knitwear auf Basis von 3D-Stricktechniken.

‘Zuerst habe ich es als problematisch empfunden, dass die Optik eines auf 3-D Technik entwickelten Pullis anders war als die von herkömmlichen, tradierten Strickmodellen. Erst mit der Zeit habe ich erkannt, dass es sogar ein echtes USP ist, dass 3D-Knitting einen eigenen, erkennbaren Look mitbringt, der sich von herkömmlichen Styles abhebt und die Mode damit auch optisch in die Zukunft führt.‘
Rosanne van der Meer, N.I.O. New Industrial Order

Neben Kommunikation und Digitalisierung ist Nachhaltigkeit nach wie vor eines der dominierenden Themen. Dies diskutierte Muchaneta Kapfunde von FashNerd.com in ihrer Panel Diskussion „Reshaping the Fashion Industry for Good“ mit Charney Magri (Do Epic Good), Olivia Pinnock (Fashion Journalist) und weiteren.

‚Damit die Bekleidungsindustrie wirklich auf nachhaltige Innovation setzen kann, muss die Mode insgesamt einen hybriden Ansatz verfolgen, der es ihnen ermöglicht, Nachhaltigkeitsinitiativen mit einem hohen Maß an Design, Unterbrechung und Integration neuer Technologien umzusetzen.’
Muchaneta Kapfunde, Founding Editor-in-Chief FashNerd.com

Auch in der ReSOURCE Area wurden mehr Besucher im Vergleich zu vorangegangenen Veranstaltungen gezählt. Begrüßt wurde die Ausweitung des Stoffangebotes, wobei eine steigende Nachfrage nach zertifizierten Artikeln erkennbar war. Sehr positiv aufgenommen auch der erstmals präsentierte Bereich rund um das Thema Verpackung und Präsentation. Sehr gut frequentiert war das erneut qualitativ hervorragend besetzte Vortragsprogramm.

‘Die Besucher sind gut vorbereitet und stellen sehr informierte Fragen. Neben namhaften großen Firmen viele kleine Unternehmen und Start-ups. Inzwischen kommen zahlreiche Fragen per E-Mail im Nachgang, so dass eine intensive und persönliche Kommunikationsebene entsteht. Schön auch zu sehen, dass die Besucher sich Zeit nehmen und systematisch vorgehen. Das zeigt; das System ist gelernt. Die Anstrengungen der Messe für die ReSOURCE Area haben sich gelohnt. Ein tolles Engagement.‘
Heike Hess, Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.

Rundum begeistert war auch Simon Angel im KEYHOUSE:

‘Viele Besucher haben inzwischen verstanden, dass sie neugierig und offen für all das sein sollten, was hier passiert. Die Atmosphäre spricht für sich selbst. Content, Dialog und Kommunikation sind die wichtigen Parameter für diese Form der Interaktion. Es ist schön zu sehen, dass Aussteller und Besucher inzwischen vertraut sind mit dem, was hier im KEYHOUSE geschieht. Sustainable Innovations greifen diesen Spirit auf und gehen in den Dialog, um die Botschaft dann auf den Punkt zu bringen.‘
Simon Angel, Curator Sustainable Innovations

Die Forderung nach nachhaltigen Produkten und einer entsprechend transparenten und Ressourcen schonenden Produktion ist längst kein Nischenthema mehr, sondern eine der vordringlichsten Hauptherausforderungen für alle marktrelevanten Fabrics und Additionals, so das einvernehmliche Statement der Aussteller und Besucher der MUNICH FABRIC START. Tomas Vucurevic, Inhaber der Markenstrategieberatung Braind, sieht für die textile Vorstufe viel Potenzial, sich über messbare Werteversprechen als eigenes Brand aufzustellen.

‘Das so genannte Ingredient Branding wird zunehmend wichtiger in einem Markt, in dem der Konsument nicht nur das Endprodukt nachfragt, sondern auch dessen Entstehungsgeschichte kritisch hinterfragt.‘
Tomas Vucurevic, Braind

Welche Komponenten in Form von Performance Eigenschaften oder auch zunehmend in Form von Nachhaltigkeitslösungen in einem Kleidungsstück angeboten werden, werde so zunehmend zu einem echten Verkaufs- und Kaufargument, das auch auf die Fashion Brands positiv ausstrahle. In Zukunft gehe es daher vermehrt um vertikale Markenkooperationen, bei denen viele Player entlang der Wertschöpfungskette gemeinsam an einer Lösung arbeiten.

Ein voller Erfolg war der Launch der neuen SOURCING Area im gerade erst eröffneten Business Club Munich direkt gegenüber des MOC. Eine selektierte Auswahl von rund 75 internationalen Bekleidungsherstellern und Produzenten präsentierte in der neuen Halle 8 ihre Services u.a. für die Segmente Women und Men, für Accessories, Corporate, Couture und Tailored. Neben den wichtigsten deutschsprachigen Konfektionären waren ebenso namhafte Retailer vor Ort, die gezielt Produzenten suchten. Darüber hinaus Besucher aus den baltischen Ländern, aus Russland und den Niederlanden.

‘Es war ein richtiger und wichtiger Schritt, das neue Sourcing Format in dieser Location anzusiedeln. Entsprechendes Feedback kommt von den Ausstellern und den zahlreichen Besuchern. Wir haben schon jetzt von allen Ausstellern die Zusage, dass sie beim nächsten Mal wieder dabei sein werden. Es ist wichtig, dass ‘Manufacturing und Produktion‘ in München präsentiert werden und sich in dieser Exklusivität zeigen.‘
Sebastian Klinder, Managing Director MUNICH FABRIC START

Bereits zum 7. Mal wurde im Rahmen der MUNICH FARBIC START der HighTex Award für herausragende Leistungen innovativer und nachhaltiger Produktentwicklung vergeben. Den ersten Platz belegte RDD Textiles aus Portugal. Platz zwei und drei gingen nach Italien an M.T.T. Spa Manifattura Tessile und Brugnoli. Die prämierten Innovationen werden detailliert unter folgendem Link vorgestellt: HIGH TEX AWARD GEWINNER

‘Die Vergabe des HighTex Award verstehen wir als Anerkennung für hervorragende Leistungen und gleichzeitig als Motivation für neuartige Innovationsprojekte. Es ist ein nachhaltiger Beitrag für eine saubere Zukunft und einen bewussten Umgang mit Ressourcen dank innovativem Materialeinsatz. Unsere herzlichen Glückwünsche an die drei bestplatzierten Unternehmen. Und der Respekt vor der Leistung und dem Engagement aller Teilnehmer und ihren zukunftsweisenden Produktentwicklungen.‘
Claudia Mynott, Communications Director MUNICH FABRIC START

Während des gesamten Messeverlaufs informierte ein umfangreiches und spezialisiertes Side Event Programm Besucher und Aussteller im KEYHOUSE, im DENIM DOCK der BLUEZONE und in der ReSOURCE Area über aktuelle Themen, Trends und Strömungen sowie zukünftige Marktentwicklungen. Das Interesse war enorm und zeigt, wie groß der Informationsbedarf ist, die richtigen Antworten auf brennende Fragen zu bekommen.

‘Ich bin immer wieder begeistert, wie sich die MUNICH FABRIC START als qualitativ hochwertige internationale Fabric Fair entwickelt hat. Für meine Arbeit sind der Zeitpunkt und das gebotene Spektrum perfekt. Ich konzentriere mich inzwischen voll auf die Messen hier in München.‘
Thomas Rath

‚Diese sehr fokussierte Messeveranstaltung ist ideal, um nochmals sehr intensiv mit den Lieferanten zu sprechen. Die Reise nach München zahlt sich für uns jedes Mal aus.‘
Dorothee Schumacher

Die nächste MUNICH FABRIC START findet vom 04. bis 06. Februar 2020 statt. Die BLUEZONE am 04. bis 05. Februar 2020.