Biobasiert, lokal produziert, on demand: Das ist MYCOTEX by NEFFA – ein flexibles Material, das sich von den Eigenschaften zwischen Leder, Plastik und Kunstleder bewegt. Die Produktion erfolgt in drei Schritten: In einem automatisierten 3D-Designprozess entstehen zunächst anpassbare und/oder recycelbare Formen. Mit Hilfe von Flüssigfermentation werden innovative Materialien hergestellt – diese Technik funktioniert bei Myzel, ist aber auch geeignet für weitere Biomaterialien. Zuletzt werden die finalen Textilien durch Robotic Applications gefertigt, ganz ohne Weben, Schneiden oder Nähen. Damit ähnelt das Modellierverfahren dem Spritzgussverfahren – außer, dass statt Kunststoffen nur natürliche Materialien verwendet werden.


Bei der Lederproduktion sind der Flächenbedarf für die Tierhaltung, der Verbrauch an Wasser für das Gerben, der Energieaufwand und der CO2-Ausstoß die ressourcenintensivsten Faktoren. Genau in dieser Produktionskette setzt MYCOTEX an: Durch die ressourcensparenden Roboteranwendungen können 10 bis 30 Prozent der Abfälle eingespart werden, außerdem erfolgt die Herstellung von Material und Produkten direkt vor Ort, so dass keine Emissionen für den Transport anfallen. Die Textilien sind biologisch abbaubar und können sogar zu Hause kompostiert werden.
Mehr als Mycelium: Zu Beginn des Projekts hat sich Gründerin Aniela Hoitink insbesondere auf das Material MYCOTEX fokussiert. Innerhalb der letzten drei Jahre hat sich daraus NEFFA entwickelt, eine komplett automatisierte Manufakturmethode für verschiedenartige Biomaterialien. NEFFA steht für New Fashion Factory. Das innovative System basiert auf Automatisierung, ist kreislauffähig und bietet unbegrenzte Gestaltungsfreiheit. Das patentierte Verfahren bietet noch nie dagewesene Designfreiheit, um Silhouetten und Texturen zu kreieren, die mit herkömmlichen Herstellungsverfahren nie möglich gewesen wären und schafft einen lokalen und völlig transparenten Prozess, der sich an ständige Veränderungen anpassen lässt. Für die Textilien von morgen.

„Die Mode- und Textilindustrie arbeitet an Schritten zur Verbesserung: Materialinnovation, bessere Färbeverfahren, Verringerung des Wasserverbrauchs, Schnellschüsse, die jetzt nötig sind. Das wird in Zukunft nicht mehr ausreichen. Wir brauchen einen großen Schritt, um die Branche zu verändern. Und das muss vor Ort geschehen, mit einem besseren Arbeitsumfeld und ohne Verschwendung.“
ANIELA HOITINK



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