DYELUXE – WIE MAN AUS NEBENPRODUKTEN DER LEBENSMITTELINDUSTRIE TEXTILFABEN KREIERT

Nikolett Madai hat einen Weg gefunden, um die Lücke im Kreislauf zu schließen: Mit Dyelux verwertet sie Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie weiter und lässt Stoffe in bunten Farben erstrahlen. Die nachhaltigen Textilfarbstoffe entwickelt Madai aus Obstschalen und -samen der lokalen Saftproduktion in Berlin. “Grave-to-Cradle“ nennt sie dieses Konzept mit dem sie Ungenutztes nutzbar macht und zwei Industriezweige gewinnbringend miteinander vernetzt.

„Man hätte nie gedacht, dass so kleine Dinge wie Schalen und Samen den Wandel in Richtung einer nachhaltigen Mode- und Lebensmittelindustrie bewirken.“ Nikolett Madai

Durch die exotischen Früchte der Saftproduktion ist es Madai möglich, eine Farbpallette von Kurkuma- Gelb bis Granatapfel-Rot zu entwickeln und dennoch keinen zusätzlichen ökologischen Fußabdruck durch lange Transportwege zu hinterlassen. Die Farbstoffe von Dyelux hat Madai auf Textilien aus Ananasblättern und GOTS-zertifizierter Baumwolle getestet. Das Ergebnis ist vielversprechend – und legt den Grundstein für die Gründung ihres Startups, das bereits in Planung ist.