Sustainable Innovations
KnitForm+ by Jeanne Mora - SUSTAINABLE INNOVATIONS
KnitForm+ ist kein neues Garnsystem und keine Oberflächeninnovation. Was es von anderen unterscheidet, ist die Verwendung von Strick als strukturelle Designmethode, bei der Form, Volumen und Stabilität direkt durch die textile Konstruktion erzeugt werden und nicht durch Rahmen, Polsterungen oder starre Stützen vorgegeben werden.
KnitForm+ wurde von der Designerin Jeanne Mora entwickelt und positioniert das Stricken als Konstruktionssprache. Die Architektur der Maschen, die Spannung und die maschinellen Einschränkungen werden zu den primären Formgebenden Faktoren. Anstatt diese Einschränkungen als technische Probleme zu betrachten, behandelt Mora sie als Designparameter, die das Verhalten aktiv beeinflussen. Das Ergebnis ist eine Reihe von gestrickten Strukturen, die sich durch ihre eigene Materiallogik falten, komprimieren, aufblasen und ausdehnen lassen.
Die Herkunft des Materials ist bewusst zweitrangig gegenüber der Struktur. KnitForm+ wird nicht als Faserinnovation präsentiert, sondern als ein System, mit dem das Verhalten von Strickwaren auf verschiedenen Materialbasen bearbeitet werden kann. Was zählt, ist, wie das Textil reagiert: wie es das Volumen reguliert, den Druck verteilt und von flachen zu dreidimensionalen Zuständen übergeht. Die Transparenz des Prozesses ist in der Methodik selbst verankert. Jede Form entsteht durch iterative Probenahme, strukturelle Tests und maschinelle Experimente und nicht durch dekorative Veredelung.
„Entscheidend ist, wie das Textil reagiert: wie es das Volumen reguliert, den Druck verteilt und von flachen in dreidimensionale Zustände übergeht. Die Transparenz des Prozesses ist in der Methodik selbst verankert.“

Skalierbarkeit wird durch Anpassungsfähigkeit erreicht. KnitForm+ ist derzeit ein Forschungs- und Design-Framework, keine Produktlinie. Seine Logik lässt sich auf Möbel, Innenausstattung und Raumgestaltung anwenden, erfordert jedoch die Zusammenarbeit mit industriellen Strickereien. Das Projekt ist daher grundsätzlich skalierbar, wurde jedoch bewusst nicht zu vorgefertigten Typologien vereinfacht.
Die Leistungsfähigkeit wird eher durch das Verhalten als durch Komfortansprüche definiert. Die gestrickten Strukturen zeichnen sich durch kontrollierte Flexibilität, Kompression und Verformbarkeit aus. Bei Stücken wie dem aufblasbaren Strickstuhl, der gemeinsam mit TextielLab in Tilburg entwickelt wurde, reguliert das Textil Volumen und Druck allein durch die Maschenkonstruktion. Der Kompromiss ist klar: Diese Systeme erfordern eine präzise Maschinensteuerung und ein tiefes Verständnis der Materialien, reduzieren aber im Gegenzug den Bedarf an sekundären Konstruktionsschichten.
Im breiteren Branchenkontext stellt KnitForm+ die Trennung zwischen Textildesign und Produktentwicklung in Frage. Es positioniert das Stricken als Werkzeug zur Lösung struktureller Probleme und nicht zur Gestaltung von Oberflächen. Für Möbeldesigner, Textilentwickler und Hersteller bedeutet dies eine Verlagerung von Textilien als Bezüge hin zu Textilien als Gerüsten.
KnitForm+ erhebt nicht den Anspruch, die Produktion zu optimieren oder Nachhaltigkeit durch Materialersatz zu erreichen. Sein Beitrag ist grundlegender. Es schlägt vor, dass Textilien aktive Konstruktionssysteme sein können, die in der Lage sind, Form, Verhalten und Funktion direkt zu gestalten.
Für Jeanne Mora misst sich Erfolg nicht an der Reproduzierbarkeit von Produkten, sondern daran, Stricken als strukturelle Design-Disziplin mit industrieller Relevanz zu etablieren. Bei KnitForm+ geht es weniger darum, wie Stricken aussieht, sondern vielmehr darum, was Stricken leisten kann.
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RETRAKT ist kein neues Material, keine neue Faser und kein neues Gewebesystem. Was es von anderen unterscheidet, ist grundlegender: Es handelt sich um einen forschungsbasierten Transformationsrahmen, der Textil- und Bekleidungsunternehmen dabei helfen soll, die Anforderungen der Kreislaufwirtschaft in ihrem Tagesgeschäft umzusetzen. In einer Zeit, in der Kreislaufwirtschaft durch EU-Gesetze vorgeschrieben wird, konzentriert sich RETRAKT auf die Lücke, mit der die meisten Unternehmen zu kämpfen haben: die Umsetzung von Vorschriften in praktikable Prozesse in den Bereichen Design, Beschaffung, Produktion und Datenmanagement.
RETRAKT wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „Resilient Transformation Management for the Circular Economy in the Textile Industry” entwickelt und betrachtet Kreislaufwirtschaft als eine soziotechnische Herausforderung und nicht als eine rein technische. Die zentrale Innovation besteht in der Kombination von Produktkonformitätsmanagement, Resilienz-Engineering und mitarbeiterzentriertem Prozessdesign, um Unternehmen dabei zu unterstützen, auf strukturierte und realistische Weise von einer linearen zu einer zirkulären Wertschöpfung überzugehen.
„Leistung wird in diesem Zusammenhang anhand der organisatorischen Resilienz gemessen. RETRAKT nutzt Resilienz-Engineering, um Mitarbeitern dabei zu helfen, komplexe und sich ändernde Anforderungen zu antizipieren, zu überwachen, darauf zu reagieren und daraus zu lernen.“
Anstatt Nachhaltigkeitsversprechen zu machen, geht RETRAKT von regulatorischen Fakten aus. Neue EU-Textilgesetze, einschließlich der Anforderungen im Zusammenhang mit der EU-Textilstrategie 2030, werden zirkuläres Design, Transparenz und Rückverfolgbarkeit gesetzlich verbindlich machen. RETRAKT analysiert diese Gesetze systematisch und übersetzt sie in konkrete Aufgaben für Unternehmen, von der Materialauswahl und Designentscheidungen bis hin zur Lieferantenkommunikation und Datendokumentation.
Compliance wird als Rückgrat der Kreislaufwirtschaft behandelt und nicht als nachträglicher Gedanke. Daher wird die Rückverfolgbarkeit innerhalb von RETRAKT eher durch Prozesstransparenz als durch Labels erreicht. Das Projekt entwickelt Methoden zur Dokumentation von Arbeitsabläufen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswegen innerhalb von Unternehmen, unterstützt durch eine geplante digitale Kooperationsplattform. Diese Plattform soll die Zusammenarbeit über internationale Wertschöpfungsketten hinweg unterstützen und Unternehmen auf zukünftige Anforderungen wie den digitalen Produktpass vorbereiten.
In Bezug auf die Skalierbarkeit ist RETRAKT kein Laborexperiment, sondern ein praxisorientiertes Forschungsprojekt, das von 2025 bis 2028 direkt in Partnerunternehmen aus der Textil- und Bekleidungsindustrie durchgeführt wird. Seine Skalierbarkeit liegt in seiner Übertragbarkeit: Die entwickelten Verfahren, Werkzeuge und Methoden sind so konzipiert, dass sie von anderen Unternehmen und langfristig möglicherweise auch von anderen Branchen, die einem ähnlichen regulatorischen Druck ausgesetzt sind, übernommen werden können.
Leistung wird in diesem Zusammenhang anhand der organisatorischen Resilienz gemessen. RETRAKT wendet Resilienz-Engineering an, um Mitarbeitern dabei zu helfen, komplexe und sich ändernde Anforderungen zu antizipieren, zu überwachen, darauf zu reagieren und daraus zu lernen. Dieser menschenzentrierte Ansatz erkennt an, dass Kreislaufwirtschaft nur dann funktionieren kann, wenn die Menschen in den Unternehmen in die Lage versetzt werden, mit Unsicherheit und Komplexität umzugehen, anstatt sich davon überwältigen zu lassen.
RETRAKT positioniert sich klar innerhalb des breiteren Wandels der Branche weg von freiwilliger Nachhaltigkeit hin zu verbindlicher Kreislaufkonformität. Es ist besonders relevant für Marken, Hersteller und Lieferanten, die erkennen, dass die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit nicht nur von besseren Materialien, sondern auch von besseren Systemen abhängt.
Erfolg bedeutet für RETRAKT nicht das Ergebnis eines einzelnen Produkts. Es ist die Schaffung eines wiederholbaren, widerstandsfähigen Modells für die Kreislaufumstellung, das Unternehmen realistisch nutzen können.
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Materia Futura schlägt weder eine neue Kategorie von Biomaterialien noch ein fertiges kommerzielles Textil vor. Das Besondere an diesem Projekt ist seine designorientierte Untersuchung der emotionalen und ästhetischen Dimensionen biobasierter Materialien, ein Bereich, der in der Nachhaltigkeitsdebatte oft vernachlässigt wird. Materia Futura wurde von Alessia Pasquini und Beatriz Sandini gegründet und stellt eine direkte Frage: Warum wird von nachhaltigen Materialien immer noch erwartet, dass sie roh, gedeckt oder rein funktional aussehen?
Materia Futura wurde Anfang 2025 als Designforschungsprojekt ins Leben gerufen und untersucht, wie Biomaterialien durch Schimmer, Irisieren, Oberflächentiefe und visuelle Bewegung die Sinne ansprechen können. Anstatt diese Eigenschaften als oberflächlich zu betrachten, positioniert das Projekt sie als entscheidend für die menschliche Verbindung und die langfristige Akzeptanz von Materialien. Die ersten Ergebnisse wurden auf der Dutch Design Week 2025 im Rahmen der Ausstellung „Basic Instinct: Making–With“ präsentiert. Die erste Phase der Forschung wurde in Zusammenarbeit mit Paulina Martina, einer Digitaldesignerin, entwickelt, die an der Virtual-Reality-Komponente arbeitete. Ein Teil dieser ersten Phase konzentrierte sich darauf, eine Verbindung zwischen den physischen Materialien und der virtuellen Welt herzustellen. Weitere Informationen zu diesem Aspekt finden Sie auf der Website von Materia Futura.
„Nachhaltigkeit sollte nicht nur verantwortungsbewusst, sondern auch begehrenswert sein – sie sollte schimmern, leuchten und unsere Sinne ansprechen.“
Die Arbeit kombiniert Experimente mit biobasierten Materialien mit traditionellen Handwerkstechniken und nutzt praktische Verfahren, um über die typischerweise mit nachhaltigem Design verbundene Bildsprache hinauszugehen. Effekte wie Farbverschiebungen, Moiré-Muster und mehrschichtige Texturen werden nicht als Dekoration, sondern als inhärente Materialausdrucksformen untersucht, die von Naturphänomenen inspiriert sind. Während in früheren Phasen des Projekts die Verbindungen zwischen physischen Materialien und digitalen oder immersiven Umgebungen untersucht wurden, überprüfen die Designer derzeit, wie und ob diese Komponenten in zukünftigen Iterationen weitergeführt werden sollen.
Materia Futura befindet sich derzeit in einer Forschungs- und Erkundungsphase. Die entwickelten Materialien sind noch nicht für die sofortige industrielle Produktion oder die Integration in Kollektionen vorgesehen. Stattdessen fungiert das Projekt als Provokation und Testfeld für Designer, Materialentwickler und Marken, die daran interessiert sind, die Wahrnehmung, Kommunikation und Nachfrage von Nachhaltigkeit zu erweitern.
Im weiteren Materialkontext stellt Materia Futura die Annahme in Frage, dass verantwortungsbewusste Materialien visuell zurückhaltend sein müssen, um glaubwürdig zu sein. Sein Beitrag besteht darin, Nachhaltigkeit als etwas neu zu definieren, das sinnlich, ausdrucksstark und kulturell resonant sein kann, ohne dabei seine biologischen oder ethischen Grundlagen zu leugnen.
Für Pasquini und Sandini definiert sich Erfolg nicht durch ein einzelnes materielles Ergebnis, sondern durch die Schaffung von Raum für eine reichhaltigere, emotional intelligentere Zukunft für biobasiertes Design.
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Das von der Künstlerin und Forscherin Floor Berkhout entwickelte Projekt Threaded Protocols erforscht die strukturelle Beziehung zwischen Weben und Informatik. Beide beruhen auf binären Entscheidungen, Musterausführung und logischer Sequenzierung. Historisch gesehen war der Webstuhl der erste Computer. Threaded Protocols kehrt zu diesem Ursprung zurück und nutzt die Textilherstellung, um die physische, gestische Natur der Informatik offenzulegen, die zeitgenössische digitale Infrastrukturen weitgehend verborgen haben.
Berkhouts Praxis fungiert als kritische technische Praxis, die mit handwerklichen Methoden arbeitet, um zu verstehen, wie Protokolle materiell funktionieren. In Threaded Protocols wird jede Fadenkreuzung zu einer binären Operation: davor oder dahinter, Null oder Eins. Bedeutung entsteht langsam, durch Wiederholung und Aufmerksamkeit, statt durch Geschwindigkeit oder Optimierung. Diese Langsamkeit ist gewollt. Sie lehnt sich an Prinzipien des „Perma-Computing“ an, welche die Unvermeidbarkeit von schnellem, extraktivem technologischem Fortschritt und dessen Einfluss auf digitale Systeme sowie die Textilindustrie hinterfragen.
Das Projekt rückt zudem die geschlechtsspezifische Geschichte sowohl der Textilarbeit als auch der Informatik in den Vordergrund – von den Websälen des 19. Jahrhunderts bis hin zu den Frauen, die Mitte des 20. Jahrhunderts als „Computer“ arbeiteten. Durch die Rückbettung der Informatik in die Hände versucht Threaded Protocols, die Handlungsfähigkeit (Agency) zurückzugewinnen, die durch Industrialisierung und Black-Box-Technologien entzogen wurde.








Threaded Protocols wird als prozessorientierte Forschung und interaktive Installation präsentiert, nicht als skalierbares Produkt oder materielle Lösung. Seine Relevanz liegt darin, wie es Technologie als etwas neu rahmt, das gemacht, berührt und durch menschliche Entscheidungen geformt wird, anstatt als ein abstraktes, neutrales System.
Für Designer, Technologen und Forscher bietet Threaded Protocols eine Erinnerung daran, dass Systeme, die präzise und objektiv erscheinen, immer politisch, immer konstruiert und immer auf materielle Entscheidungen zurückzuführen sind. In einer von Effizienz dominierten Landschaft beharrt Berkhouts Arbeit auf einem anderen Wert: dem Recht, Bedeutung langsam aufzubauen.
Der genaue Betrachter findet einen Bonus: Ihre Arbeit berührt auch Themen wie Emanzipation, Geschlechtergerechtigkeit und historische Manipulation…
Jeder Beitrag, den Sie für hilfreich halten, um einen eigenen Artikel über Ihr Projekt zu erstellen.
https://materialprotocols.site/presskit/
https://materialprotocols.site/research&¬es/
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Marie Vilay does not present a new fabric or production technique. What distinguishes her work is a method of reading and translating textile knowledge across cultures, systems, and moments of transition. Her practice asks a question that sits at the edge of innovation: what happens to textile traditions, patterns, and objects when they move between geographies, power structures, and production logics?
„Für Designer, Forscher und Institutionen, die sich mit Fragen der Dekolonisierung, Migration und Verantwortung auseinandersetzen, bietet ihre Arbeit eine andere Art von Innovation: eine, die eher in Zuhören, Übersetzung und Fürsorge wurzelt als in Optimierung.“
In To Read a Pattern untersucht Vilay, wie laotische Webmuster fortbestehen können, wenn sie aus ihrem ursprünglichen kulturellen und sozialen Kontext gelöst und in eine europäische industrielle Produktion übertragen werden.
In Laos ist das Weben eine lebendige, sich entwickelnde Praxis, bei der Muster traditionell von der Mutter an die Tochter weitergegeben werden. Vilays Forschung verdeutlicht, wie Kolonialgeschichte und orientalistische Sichtweisen die Wahrnehmung dieser Muster im westlichen Kontext geprägt haben – oft werden sie dabei zu einem statischen Kulturerbe herabgestuft, anstatt als lebendiges Wissen begriffen zu werden.
Unter Verwendung von Mustern, die sie während ihrer Feldforschung in Laos gesammelt hat, und durch die Entwicklung neuer Interpretationen mittels industrieller Prozesse untersucht sie, ob Kontinuität ohne Extraktion oder Vereinfachung möglich ist. Diese Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit dem TextielLab und dem Textilmuseum in Tilburg.
Ihr zweites Projekt, A Bindle (in Transition), verlagert den Fokus von Produktionssystemen auf persönliche und kollektive Bewegung. Ein „Bindle“ (Bündel) ist ein einfaches Tuch, das verwendet wird, um lebensnotwendige Habseligkeiten auf Reisen zu tragen. Vilay interpretiert diese Form als einen Behälter für Fürsorge, Erinnerung und das, was zurückgelassen wurde. Indem sie abgebrochene Abschlussprojekte von Kommilitonen als Material verwendet, dokumentiert sie Geschichten von Aufbruch, Ungewissheit und Übergang und verbindet Objekte und Erzählungen durch eine universelle textile Geste.
Vilays Arbeit ist nicht für die unmittelbare kommerzielle Anwendung konzipiert. Ihre Relevanz liegt an anderer Stelle: in der Hinterfragung, wie Wert, Urheberschaft und Kontinuität in der Textilkultur zugeschrieben werden. Für Designer, Forscher und Institutionen, die sich mit Fragen der Dekolonisierung, Migration und Verantwortung auseinandersetzen, bietet ihre Arbeit eine andere Art von Innovation: eine, die eher in Zuhören, Übersetzung und Fürsorge wurzelt als in Optimierung.

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Simon Angel kuratiert seit 2016 den Bereich SUSTAINABLE INNOVATIONS Forum im KEYHOUSE. Für die Ausgabe im Januar 2026 bringt Sustainable Innovations erneut Projekte zusammen, die die Zukunft von Textilien hinterfragen, provozieren und erweitern.
Simon, woran erkennst Du bei der Kuration der SUSTAINABLE INNOVATIONS, dass ein Projekt es wirklich wert ist, präsentiert zu werden – jenseits von Neuheit oder technischer Leistung?
Simon Angel: Für mich ist Neuheit an sich nie genug; ich blicke immer hinter die Kulissen, suche nach Geschichten, Paradoxien, Schmerz, Vergnügen und Sinn. Technische Leistung ist wichtig, aber sie ist nur ein Ausgangspunkt. Worauf ich achte, ist, ob ein Projekt eine ehrliche Frage darüber stellt, wie wir leben, produzieren und bewerten.
Ein Projekt wird dann präsentationswürdig, wenn es Verantwortung gegenüber Material, Kultur und Konsequenz zeigt. Diese Verantwortung kann viele Formen annehmen. In Marie Vilays Arbeit erscheint sie als Sorge um Wissen, Urheberschaft und Kontinuität. Bei Materia Futura zeigt sie sich in der Weigerung zu akzeptieren, dass Nachhaltigkeit karg oder emotional flach aussehen muss. In Threaded Protocols zeigt sie sich als eine stille, aber kraftvolle Neuuntersuchung dessen, wie Technologie selbst konstruiert ist.
Was sie verbindet, ist nicht Perfektion, sondern Absicht. Sie versuchen nicht, die Branche zu beeindrucken. Sie versuchen, sie zu verstehen und manchmal sanft zu stören; das „Muster“ der Branche neu zu definieren oder aufzubrechen. Genau darin sehe ich den wahren Wert von Sustainable Innovations.

Viele der von Dir ausgewählten Projekte sind keine marktreifen Produkte. Warum ist es Deiner Meinung nach für eine branchenorientierte Messe wichtig, Raum für unfertige oder explorative Arbeiten zu schaffen?
Simon Angel: Weil die Zukunft nicht fertig verpackt ankommt. Wenn wir nur zeigen, was marktreif ist, validieren wir immer nur das, was bereits in bestehende Systeme passt. Sustainable Innovations existiert gerade deshalb, um Raum für das zu schaffen, was noch nicht passt. Explorative Arbeit ermöglicht es uns zu sehen, wohin sich das Denken bewegt, bevor es durch kommerzielle Rahmenbedingungen eingeschränkt wird. Es ist daher eine Einladung zum Erforschen und zum Inspirieren. Projekte wie Materia Futura oder Threaded Protocols versuchen nicht, ein Produkt zu verkaufen. Sie bieten einen Wechsel der Wahrnehmung an. Sie ermöglichen es der Branche, sich auf einer konzeptionellen Ebene mit Material, Technologie und Verantwortung auseinanderzusetzen, bevor diese Ideen in Lieferketten und Preispunkten erstarren. Eine Branche, die nur auf fertige Lösungen schaut, läuft Gefahr, ihre Fähigkeit zu verlieren, sich bessere vorzustellen.
Wenn wir uns die diesjährigen Aussteller ansehen, was haben sie Deiner Meinung nach gemeinsam?
Simon Angel:Was sie teilen, ist ein tiefes Bewusstsein dafür, dass Textilien nicht neutral sind. Ob es Marie Vilay ist, die hinterfragt, wie textiles Wissen zwischen den Kulturen reist, oder Materia Futura, die das sensorische Verlangen bei biobasierten Materialien zurückfordert – jedes Projekt versteht Textilien als Träger von Geschichte, Macht, Emotion und Entscheidung. Sie sind nicht an Materialien als reinen Oberflächen interessiert. Sie interessieren sich für Materialien als Bedeutungssysteme. Und wichtig ist, dass keines von ihnen Nachhaltigkeit als eine technische Checkliste behandelt. Sie behandeln sie als eine kulturelle Verantwortung. Textilien mit Schichten aus unterschiedlichem Verständnis, Funktionen und Bewusstsein.
Viele Innovationen scheitern am Punkt der Skalierung. Welche Verantwortung haben Kuratoren und Plattformen, falls vorhanden, um diese Lücke zu schließen?
Simon Angel: Wir können die Skalierung für Innovatoren nicht lösen, aber wir können verändern, wie Skalierung verstanden wird.
Zu oft wird Skalierung als das einzige Maß für Erfolg dargestellt. Aber einige Projekte sind nicht dazu gedacht, im herkömmlichen Sinne zu skalieren. Ihr Wert liegt darin, wie sie das Denken, die Bildung oder zukünftige Prozesse beeinflussen. Als Kuratoren ist es unsere Verantwortung, Kontext zu liefern. Explorative Arbeit mit Akteuren der Industrie zu verbinden, die diese Ideen verantwortungsvoll interpretieren, anpassen oder weiterführen können. Um zu verhindern, dass Innovationen nur als Trendmaterial konsumiert werden. Skalierung sollte ein Gespräch sein, ein Fragezeichen vielleicht, aber keine Forderung.
Welche Annahmen über Textilien oder Mode muss die Branche Deiner Meinung nach in dieser Saison am dringendsten „verlernen“?
Simon Angel:Dass Nachhaltigkeit bescheiden, technisch oder zurückhaltend aussehen muss. Dass Innovation schnell sein muss. Dass Materialien von der Kultur getrennt sind. Dass Effizienz immer gleich Fortschritt ist. Die präsentierten Projekte sollen uns daran erinnern, dass Begehren nicht der Feind der Nachhaltigkeit ist. Die Industrie muss die Vorstellung verlernen, dass Verantwortung eine Einschränkung ist. Sie ist in der Tat eine kreative Kraft.
Wenn die gesamte Branche nur eine Lektion aus der diesjährigen SUSTAINABLE INNOVATIONS mitnehmen würde, welche sollte das Deiner Meinung nach sein?
Simon Angel: Bei dieser Innovation geht es nicht nur darum, was wir herstellen, sondern auch darum, wie wir Bedeutung schaffen. Sustainable Innovations ist kein Showroom für Antworten. Es ist eine Einladung, anders zu denken. Langsamer zu werden. Aufmerksamer zu sein. Fragen zu stellen. Material wieder mit Absicht zu verbinden. Wenn die Branche mit einem neuen Verantwortungsbewusstsein gegenüber Material und Vorstellungskraft nach Hause geht, dann hat die Plattform ihre Aufgabe erfüllt.

Über die Autorin
Muchaneta ist Gründungschefredakteurin von Shape Innovate und seit über 14 Jahren in der Modebranche tätig. Derzeit ist sie eine der führenden Influencerinnen, die sich in Vorträgen und Artikeln mit der Verschmelzung von Mode und Technologie sowie mit tragbarer Technologie befasst.
Muchaneta ten Napel | m@shapeinnovate.com
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Materialien als Wegbereiter des Wandels mit Simon Angel
Simon Angel ist Kurator des SUSTAINABLE INNOVATIONS Forums auf der Munich Fabric Start und gilt als zentrale Stimme, wenn es darum geht, textile und modische Innovationen zu fördern und Veränderung zu gestalten. Seine Rolle ist weniger die eines Gatekeepers, sondern mehr die eines Geschichtenerzählers und Vermittlers, der Experimente, Wissenschaft und industrielle Praxis zu einer übergreifenden Vision für die Zukunft der Textilien verbindet.
Er ist jemand, der mit unermüdlicher Leidenschaft experimentelles Design, wissenschaftliche Erkenntnisse und industrielle Praxis miteinander verwebt, um eine weitreichende Vision davon zu entwerfen, wie die Zukunft der Textilien aussehen könnte. Saison für Saison wird das Forum so zu einem Ort der Begegnung: Es versammelt Projekte, die herausfordern, inspirieren und den Funken für kühne Ideen entzünden – und eröffnet damit immer wieder neue Perspektiven auf das Material der Zukunft. Auch dieses Jahr reicht das Spektrum von Bio-Luxus-Couture über energieerzeugende Textilien bis hin zu regenerativen Materialien, die in Feuchtgebieten wachsen.
Hier schildert Simon Angel seinen kuratorischen Ansatz, was die von ihm vorgestellten Visionär:innen verbindet und welche Lehren die gesamte Branche daraus ziehen sollte.
Was leitet Ihre Auswahl für das Sustainable Innovations Forum auf der Munich Fabric Start?
Simon Angel: Ich folge, wie ich es nenne, dem Herzschlag unserer gemeinsamen Zukunft. Mich ziehen Ideen an, die hinterfragen, wie wir leben, wie wir produzieren und was uns wirklich wichtig ist. Deshalb sind Projekte wie „Wetlands Matters“ dabei, das fragt, ob eine Jacke aktiv zur Wiederherstellung von Landschaften beitragen kann, oder „MYC_couture“, das zeigt, dass Couture mit Pilzen kultiviert statt mit synthetischen Materialien gefertigt werden kann. Innovation entsteht häufig an den Schnittstellen von Mode, Materialwissenschaft, Landwirtschaft und Energie. Entscheidend ist, dass jedes Projekt einen neuen Weg aufzeigt, wie Design, Ökologie und Sinnhaftigkeit miteinander verbunden werden können.

Was verbindet die in dieser Saison vorgestellten Projekte?
Simon Angel: Zwei Dinge: Poesie und Zweck. Wir brauchen Kreative, die Emotionen wecken können – wie Plantfur, das Rohrkolben-Abfall in pelzähnliche, zugleich haptische und ökologische Paneele verwandelt. Gleichzeitig benötigen wir auch analytische Problemlöser, die skalierbare Lösungen liefern – wie die Initiative BIOTEXFUTURE, die an biobasiertem Polyester und recycelbaren Abstandstextilien arbeitet. Wenn diese beiden Elemente zusammenkommen, sind die Projekte mehr als bloße Ausstellungsstücke; sie werden zu Signalen dafür, wie die Branche in zehn oder zwanzig Jahren aussehen könnte.
Nehmen Sie in dieser Saison Trends wahr, die sich bei den eingereichten Projekten abzeichnen?
Simon Angel: Was ich beobachte, ist eine Suche nach sinnvollen Verbindungen – zwischen Menschen, aber auch zwischen Materialien und ihrer Bestimmung. Heliotexzum Beispiel spendet nicht nur Schatten, sondern verwandelt Textilien in erneuerbare Infrastruktur und versorgt so unseren Lebensraum mit Energie. Living Matterdefiniert Luxus neu, nicht als Überfluss, sondern als Verantwortung. Diese Projekte stellen die Frage: Warum schätzen wir, was wir schätzen, und wie können Textilien dazu beitragen, unser Leben neu zu gestalten? Dieser Antrieb nach Verbindung könnte die nächste Grenze für Innovationen sein.
Was kann die Branche vom Sustainable Innovations Forum lernen?
Simon Angel:Das Forum ist nicht darauf ausgerichtet, fertige Antworten zu liefern, sondern einen Dialog zu eröffnen. Designer bringen einzigartige Sichtweisen auf menschliche Bedürfnisse und das Potenzial von Materialien ein, während die Industrie das Know-how und die Reichweite hat, damit Veränderungen wirklich umgesetzt werden können. Wenn Projekte wie Wetlands Matters oder Plantfurdirekt neben einem industriellen Forschungsprogramm wie BIOTEXFUTURE präsentiert werden, zeigt das, wie sich spekulatives Design und angewandte Wissenschaft gegenseitig stärken können. Genau so gelangen wir vom bloßen Staunen ins konkrete Handeln.
Mit Blick auf die Zukunft – wie sehen Sie die gemeinsame Entwicklung von Nachhaltigkeit und Textilien?
Simon Angel:Je intensiver ich mich damit beschäftige, desto mehr läuft alles auf eine gemeinsam getragene Verantwortung im gesamten System hinaus. Für mich zeigen die Projekte bei den Sustainable Innovations, dass aus Bewusstsein gemeinsames Handeln entstehen kann. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Branche diesen Enthusiasmus nutzt, um echte Erneuerung voranzutreiben – und nicht nur Gespräche darüber zu führen.

Über die Autorin
Muchaneta, Gründerin und Chefredakteurin von Shape Innovate, arbeitet seit über 14 Jahren in der Modebranche. Derzeit ist sie eine der führenden Influencerinnen, die über die Verschmelzung von Mode mit Technologie und tragbarer Technologie spricht und schreibt.
Muchaneta ten Napel | m@shapeinnovate.com
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Living Matter: Bio-Luxury for Future Materials
Luxus war schon immer voller Widersprüche. Er wird für seine Handwerkskunst und Faszination bewundert, aber oft wegen seines Übermaßes kritisiert. Living Matter greift diese Spannung auf und stellt die Frage: Was wäre, wenn Luxus nicht aus Seltenheit oder Exklusivität bestehen würde, sondern aus Verantwortung und Kreativität?
Indigo, eine Farbe mit viel Geschichte, steht im Mittelpunkt dieses Projekts. Denim symbolisiert traditionell Stärke und Langlebigkeit; seine Rauheit wird mit Arbeit und Zweckmäßigkeit assoziiert. In diesem Fall wird Indigo genutzt, um zu provozieren. Biowerkstoffe wie Indigo Fur, Indigo BioLeather und Indigo Veil verwandeln die typische Rauheit von Denim in etwas Weiches, Leichtes und geradezu elegant Anmutendes. Diese Materialien sind so gestaltet, dass sie hochwertig wirken, aber gleichzeitig darauf ausgelegt, sich zu verändern, zu altern und schließlich wieder in den Kreislauf der Natur zurückzukehren
Bei diesem Prozess werden marine Biopolymere, Pflanzenfasern und sogar Holzkohlereste verwendet, die mit Baumwolle und natürlichen Indigo-Farbstoffen vermischt werden. Das Ergebnis sind nicht bloß Oberflächen, sondern Materialien, die durch Techniken wie Falten, Plissieren und Fellverarbeitung geformt werden. Sie wirken lebendig und verbinden wissenschaftliche Präzision mit handwerklicher Raffinesse. Jedes Stück erzählt eine Geschichte darüber, was passiert, wenn das Alte und das Neue sich begegnen.
„Indem Luxus als naturorientiertes, handwerksbasiertes Konzept neu gedacht wird, leistet das Projekt Pionierarbeit für nachhaltigen Luxus.“
Shushanik Droshakiryan

Auffällig ist, wie schön diese Materialien ganz ohne Zurückhaltung sind. Nachhaltiges Design wird oft in gedeckten Farben präsentiert, als wäre Zurückhaltung die einzige Form von Verantwortung. Living Matter verfolgt hingegen einen anderen Ansatz: Das Indigo tritt hier kraftvoll und leuchtend auf, mit reichen, sinnlichen und sehr ansprechenden Texturen. Die Botschaft: Für den Planeten Verantwortung zu übernehmen bedeutet keinesfalls, auf Stil zu verzichten.
Luxus gibt in der gesamten Branche den Ton an und prägt, was Menschen begehren und warum sie sich überhaupt für Mode interessieren. Living Matter stellt diesen Einfluss infrage und fordert dazu auf, von Ausbeutung zu verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen umzudenken. Biobasierte Materialien werden dabei nicht als Kompromiss, sondern als ultimative Form des Begehrenswerten neu definiert.
Das Projekt wird auf dem Sustainable Innovations Forum der Munich Fabric Start im September 2025 vorgestellt und findet dank der Zusammenarbeit mit OFFICINA +39, die den Farbstoff RECYCROMTM RTD OCEAN liefern, sowie EU COTTON, die die Rohbaumwolle bereitstellen, genau am richtigen Ort statt. Indem es Grenzen verschiebt und zukunftsweisende Visionen für die Modewelt präsentiert, hat das Projekt das Potenzial, biobasierte Materialien nicht als Ersatz oder Kompromiss, sondern als neuen Inbegriff von Attraktivität und Begehrlichkeit zu positionieren.
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Einer der größten Widersprüche der Modebranche ist, dass sie auf fossilen Rohstoffen basiert. Polyester, Nylon und Acryl machen den Großteil der weltweit verwendeten Fasern aus – das bedeutet, die meisten Kleidungsstücke entstehen ursprünglich aus Erdöl. adidas und die RWTH Aachen University führen das deutsche Projekt BIOTEXFUTURE an, das genau diese Abhängigkeit überwinden will.
Das Programm ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Universitäten, die gemeinsam nach skalierbaren, biobasierten Alternativen suchen. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Im Rahmen des SUSTAINABLE INNOVATIONS Forums auf der Munich Fabric Start werden drei Hauptprojekte vorgestellt
- CircWool: Ein Verfahren, bei dem mithilfe eines Lösungsmittels Wollfasern wiederhergestellt werden, ohne dass die Qualität darunter leidet.
- BioPETex: Ein biobasierter Polyester, der genauso leistungsfähig ist wie herkömmliches PET.
- BioCushion: Ein recycelbares Abstandstextil, das in Schuhen und Kleidung eingesetzt werden kann und sowohl robust als auch vollständig kreislauffähig ist
Diese Projekte sind nicht als einmalige Versuche gedacht, sondern sollen in der Praxis tatsächlich anwendbar sein. Ihre Präsentation im Forum verbindet experimentelle Designideen mit einer langen Tradition angewandter Wissenschaft. Das zeigt, dass sowohl Kreativität als auch eine solide Infrastruktur notwendig sind, um den Wandel hin zu nachhaltigen Textilien zu schaffen.


BioCushion

BioPEtex

BioPEtex

BioPEtex

CircWool
„BIOTEXFUTURE verfolgt die richtige Vision, um die textile Wertschöpfungskette grundlegend zu verändern“
adidas Future Team.
Die Botschaft für Mode und Textilien ist eindeutig: Greenwashing kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir weiterhin vom Erdöl abhängig sind. Es braucht einen grundlegenden Wandel in der Herstellung, und biobasierte Fasern spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die gute Nachricht ist: Die Technologie ist bereits vorhanden, neue Partnerschaften entstehen, und das Interesse an nachhaltigen Lösungen wächst stetig.
Die Petrochemie hat die Textilindustrie in den letzten 100 Jahren geprägt. Doch Projekte wie BIOTEXFUTURE zeigen, dass eine neue Ära anbricht, in der Leistung, Stil und Skalierbarkeit nicht mehr an Erdöl gekoppelt sind, sondern an erneuerbare Innovationen.

CircWool

CircWool

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In den Niederlanden, wo Land und Wasser untrennbar miteinander verflochten und doch oft Gegenspieler sind, muss Design oft in engem Bezug zur Ökologie gedacht werden. Wetlands Matters vom Studio Wetlands von Marc Wijkmans führt dies in das Textil-Design hinein und behandelt Stoffe nicht als neutrale Oberflächen, sondern als aktive Teilnehmer, die dabei helfen können, Landschaften wachsen zu lassen.
Die Idee von Wijkmans entsprang einer einfachen, aber wichtigen Beobachtung: Tiere transportieren Samen in ihrem Fell durch ganze Ökosysteme. Daraufhin entwickelte er ein Textil, das diesen natürlichen Prozess imitiert – es fängt Samen bewusst ein und verteilt sie weiter. Das Material besteht aus Wolle, Natriumalginat und Leinöl. Anders als glatte, makellose Stoffe gewinnt es seinen Wert gerade durch seine Unregelmäßigkeiten – durch die Art, wie es verhakt, Dinge mitnimmt und so den Prozess der Wiederverwilderung unterstützt. Dieser Ansatz steht im Gegensatz zu gängigen Vorstellungen von Outdoor-Bekleidung.
„Samen bleiben im Fell haften. Daran anknüpfend kam mir die Idee, dem Material eine fellartige Oberfläche zu geben.“
Marc Wijkmans
Wie wir alle wissen, bestehen moderne Funktionsstoffe heute überwiegend aus synthetischen Materialien – sie sind stark und wasserabweisend konstruiert, gelten jedoch als problematisch, weil sie Mikroplastik freisetzen. Wetlands Matters stellt dieses verbreitete Verständnis von „Funktionalität“ infrage. Hier wird Leistung neu definiert: nicht danach, ob Menschen trocken bleiben, sondern ob die ökologischen Bedürfnisse eines Ortes unterstützt werden.
Das Textil wurde im Naturschutzgebiet Hemelrijkse Waard getestet und zeigt dort, dass Schutz wechselseitig gedacht werden kann – zwischen Träger:in und Landschaft. Daraus ergibt sich eine klare Botschaft für die Mode- und Textilindustrie: Materialien müssen grundlegend neu gedacht werden. Was wäre, wenn Stoffe so entworfen würden, dass sie mit ihrer Umgebung kooperieren, statt ihr zu widerstehen? Was wäre, wenn Vergänglichkeit und biologische Abbaubarkeit nicht als Makel, sondern als wesentliche Tugenden einer nachhaltigen Zukunft verstanden würden?
Alles in allem erhebt Wetlands Matters nicht den Anspruch, sofort marktreif zu sein oder fertige Lösungen anzubieten. Vielmehr versteht es sich als Denkanstoß – als Erinnerung daran, dass die Zukunft von Textilien vielleicht weniger darin liegt, wie lange sie halten oder wie eng sie klassischen Leistungsansprüchen genügen, sondern vielmehr darin, wie leise und stetig sie Landschaften beim Wachsen unterstützen können.
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