Sustainable Innovations

EMELIE SANDRE DESIGN - SUSTAINABLE INNOVATIONS

Was wäre, wenn das nachhaltigste Produkt dasjenige wäre, das ständig neu erfunden wird?

SUSTAINABLE INNOVATIONS

13. Juli 2026

Die Mode- und Textilbranche versucht seit Jahren, eine Frage zu beantworten: Wie können wir Produkte langlebiger machen? Die Antworten konzentrierten sich bislang vor allem auf widerstandsfähigere Fasern, bessere Verarbeitung und nachhaltigere Materialien. Doch was, wenn es bei der Langlebigkeit nicht nur darum geht, wie lange ein Produkt hält? Was, wenn es darum geht, wie viele verschiedene Leben es führen kann?

Besucher des Bereichs „Sustainable Innovation“ auf der Munich Fabric Start entdecken ein Projekt, das genau diese Frage mit „The Modular Costumes“ von Emilie Sandré Design in den Mittelpunkt stellt.

Design für die Fantasie

Für viele von uns begann das Verkleiden schon lange bevor wir ein Kostüm besaßen. Ein Schal wurde zum Umhang. Ein Gürtel wurde zum Schwert. Ein Paar viel zu große Schuhe verwandelte uns in jemand ganz anderen. Die Designerin Emilie Sandré erinnert sich noch gut an dieses Gefühl.

Als Kind hatte sie unendliche Freude daran, Schals, Schmuck und Accessoires aus dem Kleiderschrank ihrer Großmutter zu kombinieren, um sich eigene Figuren auszudenken. Doch bei den heutigen Kinderkostümen ist die Geschichte oft schon vorgeben: Pirat, Prinzessin oder Ritter – da bleibt wenig Raum für Fantasie. Die „Modular Costumes“ wurden entwickelt, um das zu ändern.

Anstatt fertige Kostüme zu entwerfen, hat Emilie ein System aus austauschbaren Modulen und Verbindungsstücken entwickelt, das Kinder selbst zusammenstellen können. Es gibt keine vorgegebenen Figuren, keine festgelegten Geschichten und keine Regeln außer der Neugier. Jede neue Kombination wird zu einer weiteren Gelegenheit, Geschichten zu erzählen.

„Ich entwerfe keine fertigen Produkte, sondern Systeme von Möglichkeiten, in denen der Nutzer zum Schöpfer wird.“

Modularität jenseits der Funktion

Modularität ist kein neues Konzept. Seit Jahrzehnten prägt sie Architektur, Möbel und Industriedesign. Ihre Anwendung auf weiche Textilien eröffnet jedoch eine ganz neue Dimension.

Jede Komponente von „The Modular Costumes“ wird in Paris aus luxuriösen Restbeständen und Musterbüchern lasergeschnitten, die sich sonst nur schwer wiederverwerten ließen. Der größte Beitrag des Projekts liegt jedoch nicht lediglich in der Wiederverwendung von Materialien.

Es ist die Idee, dass Produkte, die für eine kontinuierliche Neuerfindung konzipiert sind, von Natur aus nicht so schnell veralten. Ein Kostüm ist nicht länger ein einzelnes Objekt mit einem begrenzten Verwendungszweck. Es wird zu einem sich weiterentwickelnden kreativen System, das durch unendliche Kombinationsmöglichkeiten gemeinsam mit seinem Träger wächst.

Bei Innovation geht es schließlich nicht immer darum, etwas Neues zu schaffen. Manchmal geht es darum, aus einem Produkt viele zu machen.

Gestaltung für das Spiel

Der vielleicht überzeugendste Aspekt von „The Modular Costumes“ ist, dass das Spiel in den Mittelpunkt des nachhaltigen Designs gerückt wird.

In einer Welt, die zunehmend von digitalen Erlebnissen geprägt ist, lädt Emilie Kinder dazu ein, sich durch Berührung, Experimentieren und Fantasie mit Materialien auseinanderzusetzen. Das Anziehen wird zu einem kreativen Akt, der Neugierde statt Konsum fördert. Workshops in Schulen, Cafés und Ausstellungsräumen tragen diese Philosophie über das Produkt hinaus weiter und schaffen gemeinsame Erlebnisse, die Kreativität und Entdeckungsfreude zelebrieren.

Besucher, die vom 14. bis 16. Juli 2026 den Bereich „Sustainable Innovation“ auf der Munich Fabric Start erkunden, werden weit mehr als nur ein innovatives Kinderprodukt vorfinden. Sie werden eine andere Art entdecken, über Design selbst nachzudenken. Denn vielleicht lässt sich die größte Form der Langlebigkeit nicht in Jahren messen. Sie lässt sich in Möglichkeiten messen.

Man sollte sich vor Augen halten, dass die Produkte, die wir am meisten schätzen, oft diejenigen sind, die uns immer wieder überraschen – was uns wiederum dazu einlädt, sie lange nachdem sie in unser Leben getreten sind, neu zu gestalten, neu zu erfinden und uns sie neu vorzustellen.

WEBSITEIG: emelie.sandre.designLINKEDIN

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Leather from the Sea - SUSTAINABLE INNOVATIONS

Was wäre, wenn die Zukunft des Leders nicht vom Land käme?

SUSTAINABLE INNOVATIONS

10. Juli 2026

Seit Jahrzehnten dreht sich die Suche nach Alternativen zu Leder um eine Frage: Was kann Leder ersetzen?

Es gab bereits Myzel, Ananasblätter, Kakteen und sogar Apfelabfälle. Jedes neue Material verspricht, den ökologischen Fußabdruck der Modebranche zu verringern und gleichzeitig die Eigenschaften von traditionellem Leder nachzuahmen. Nun betritt die Designerin und Forscherin Indrė Mikuckė die Bühne und lädt uns ein, eine ganz andere Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Mit der Natur gestalten, nicht gegen sie

Im Rahmen ihres Forschungsprojekts „Leather from the Sea“ untersucht Indrė, wie Algen, natürliche Inhaltsstoffe und aus Algen gewonnene Bindemittel durch einen Prozess aus Mischen, Gießen und kontrollierter Trocknung in flexible Biomaterialien umgewandelt werden können. Die so entstehenden Oberflächen sollen Leder nicht perfekt imitieren.

Stattdessen zelebrieren sie die subtilen Unregelmäßigkeiten, Texturen und Farbnuancen, die während des Herstellungsprozesses auf natürliche Weise entstehen. Jedes Muster spiegelt die unvorhersehbare Schönheit der Materialien selbst wider und schafft Oberflächen, die sich sowohl vertraut als auch völlig neu anfühlen.

Anstatt die Natur zu zwingen, sich industriellen Erwartungen anzupassen, fragt das Projekt danach, was passiert, wenn Design mit natürlichen Prozessen zusammenwirkt. Es ist eine subtile Veränderung. Aber eine wichtige.

„Durch praktisches Experimentieren erkunde ich das Potenzial neuer Oberflächen und alternativer Lederformen, mit dem Ziel, das menschliche Leben wieder mit der Natur als einem miteinander verflochtenen Gefüge zu verbinden.“

Über den Materialersatz hinausblicken

Die Sache ist die: In der Modebranche wird Materialinnovation oft als Ersatzprozess betrachtet. Eine Faser ersetzen. Eine Beschichtung ersetzen. Ein Material durch ein anderes ersetzen. „Leather from the Sea“ stellt diese Denkweise jedoch in Frage.

Anstatt einfach nur nach einem direkten Ersatz zu suchen, erforscht Indrė eine völlig andere Beziehung zwischen Designern, Materialien und der Natur. Meeresressourcen werden zu mehr als nur Rohstoffen. Sie werden zu Partnern bei der Entwicklung zukünftiger Biomaterialien, die die Umweltbelastung minimieren und gleichzeitig neue kreative Möglichkeiten für Mode, Accessoires und Innenausstattung eröffnen.

Wie sie erklärt:

„Durch praktische Experimente erkunde ich das Potenzial neuer Oberflächen und alternativer Lederformen, mit dem Ziel, das menschliche Leben wieder mit der Natur als einem miteinander verbundenen Gefüge zu verbinden.“

Es ist eine Philosophie, die das Experimentieren mit Materialien in den Mittelpunkt des ökologischen Denkens stellt und zeigt, dass es bei Innovation ebenso sehr um die Veränderung unserer Beziehung zur Natur geht wie um die Veränderung von Materialien.

Materialien, über die noch diskutiert wird

Einer der überzeugendsten Aspekte von „Leather from the Sea“ ist, dass das Projekt nicht vorgibt, alle Antworten zu haben. Die Materialien befinden sich noch in der Entwicklung, und es wird kontinuierlich an ihrer Haltbarkeit, ihren zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten und ihrer Leistungsfähigkeit in den Bereichen Mode, Accessoires, Innenausstattung und experimentelles Design geforscht.

Darin liegt eine gewisse Ehrlichkeit.

Innovation wird oft als fertiges Produkt präsentiert – ordentlich verpackt und marktreif. Forschung funktioniert jedoch selten so. Sie ist iterativ, experimentell und entwickelt sich ständig weiter. Vielleicht sind Projekte wie „Leather from the Sea“ gerade deshalb so wichtig.

Besucher, die im Juli dieses Jahres den Bereich „Sustainable Innovation“ auf der Munich Fabric Start erkunden, werden nicht einfach nur eine weitere Lederalternative entdecken. Sie werden auf einen Designer treffen, der tiefgreifendere Fragen dazu stellt, wie Materialien konzipiert, entwickelt und bewertet werden. Denn die Zukunft der Mode hängt möglicherweise nicht allein davon ab, neue Ressourcen zu finden.

Sie hängt vielleicht davon ab, dass wir lernen, bewusster mit den Ressourcen umzugehen, die die Natur uns bereits zur Verfügung gestellt hat. Besuchen Sie unbedingt den Bereich „Sustainable Innovation“ auf der Munich Fabric Start, die vom 14. bis 16. Juli 2026 stattfindet.

WEBSITEPORTFOLIOLINKEDININSTAGRAM: new_materiality

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The Warp Of Symbiogenesis - Sustainable Innovations

The Warp Of Symbiogenesis

by PAUL SCHAFFER

Sustainable Innovations

14. Mai 2024

Im Universum von „The Warp of Symbiogenesis” entfaltet sich eine Sammlung von gewebten Stoffen, die das Verständnis für die komplizierten Verbindungen zwischen den Organismen der Erde fördern sollen. Diese Stoffe erzählen fünf Geschichten von unsichtbaren Verbindungen, von Kooperation, Ausbeutung und Wettbewerb zwischen Pilzen, Flechten, Korallen und Pflanzen. Jede symbiotische Beziehung inspiriert ein eigenes Webmuster, das die einzigartigen Interaktionen zwischen zwei Arten symbolisiert. Die aus in Europa hergestellten Naturfasern gefertigte Textilkollektion lädt dazu ein, die Auswirkungen und die gegenseitige Abhängigkeit aller organischen Lebensformen neu zu überdenken.

Wie können wir beginnen, den Geschichten unseres Planeten zuzuhören? Indem wir im Geflecht des Lebens präsent sind, von dem wir ein Teil sind und schon immer waren. Paul Schaffer, der sich mit dem Thema Queer auseinandersetzt, ist fasziniert von den Systemen, die unser soziales Verhalten und unsere Beziehung zur Natur beeinflussen. In seiner Arbeit, die sich auf visuelle Medien und Textilien konzentriert, versucht er, die heteronormative Natur dieser Systeme zu dekonstruieren und visuell zu artikulieren. Angetrieben von tiefer Neugierde und der Liebe zur Forschung ist Schaffer stets bestrebt, Systeme auf neuartige Art und Weise zu begreifen und sensible Themen mit äußerster Sorgfalt zu behandeln.

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Honestly Hemp - Sustainable Innovations

Honestly Hemp

Back To The Roots

by NATASHA AMISHA

Sustainable Innovations

11. April 2024

Hanf: eine wahrhaft vielseitige Pflanze, die einst eine der wichtigsten Quellen für handgefertigte Textilien war. Heute kennen die meisten von uns sie unter den Namen „Cannabis“ oder „Marihuana“, die überwiegend negative Assoziationen hervorrufen. Die Absolventin der Design Academy Eindhoven, Natasha Amisha, wollte mit ihrem Abschlussprojekt „Honestly Hemp“ die Ursache für diese Diskrepanz untersuchen. Ihre Vision: ein komplettes Outfit aus Hanffasern zu kreieren und das Stigma, das diese Pflanze umgibt, zu beenden.

Natasha entdeckte bald, dass die Wahrnehmung der Hanfpflanze vor allem auf falschen Vorstellungen beruht und dass sie einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Textilindustrie leisten kann. Hanf ist nicht nur eine robuste Pflanze, die unter den verschiedensten Bedingungen gedeiht, sondern benötigt auch nur wenig Wasser, gehört zu den stärksten Fasern der Natur und gewährleistet somit lange Lebenszyklen. Sie fördert die nachhaltige Landwirtschaft, da sie die Bodenqualität verbessert, und ist antibakteriell, UV-beständig und hypoallergen. Mit „Honestly Hemp“ hat sie sich vorgenommen, dieses faszinierende Naturmaterial an die Spitze der nachhaltigen Lösungen für die Zukunft der Textilindustrie zu stellen.

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BioBase - Sustainable innovations

BIOBASE

by BIOTEXFUTURE

Green Threads of Change: Revolutionizing Textiles With Sustainable Bio-based Alternatives

Sustainable Innovations

2. April 2024

BIOBASE, ein zentrales Projekt innerhalb des Clusters BIOTEXFUTURE, stellt nachhaltige Alternativen aus verfügbaren Ressourcen für textile Anwendungen mit wettbewerbsfähigen Kosten und Eigenschaften vor. Das übergreifende Projekt BIOTEXFUTURE unter der Leitung des Instituts für Textiltechnik der RWTH Aachen (ITA), des Lehrstuhls für Technologie- und Organisationssoziologie (STO) der RWTH Aachen und des Sportartikelherstellers adidas zielt darauf ab, die gesamte textile Wertschöpfungskette auf biobasierte Materialien umzustellen.

Hintergrund von BIOBASE ist die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen bei der Herstellung synthetischer Polymere, die ökologische, wirtschaftliche und politische Risiken birgt. Das Projekt zielt darauf ab, biobasierte Polymere in der Textilindustrie zu etablieren und ihr volles Potenzial zu demonstrieren. Schlüsselsektoren der deutschen Textilindustrie, darunter Automobil, Sportbekleidung, Innenausstattung und technische Textilien, stehen dabei im Mittelpunkt.

Im Rahmen des BIOBASE-Projekts wird die gesamte textile Wertschöpfungskette ausgewählter Produkte durchlaufen. Durch die schrittweise Erhöhung des technologischen Reifegrades von Technology Readiness Level (TRL) 4 auf TRL 6-7 wird die industrielle Produktion von biobasierten und nachhaltigen Chemiefasern vorangetrieben. Polymere, Garne und textile Flächen werden anwendungsorientiert und unter Berücksichtigung der technischen Anforderungen der Industrie entwickelt.

Die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Industriepartnern ermöglicht die Schaffung von industriell gefertigten Demonstratoren, die eine Leuchtturmwirkung für die deutsche Bioökonomie entfalten.

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Blooming Minds - Sustainable Innovations

Blooming Minds: Social Printing

Dynamic Diversity In Textile Printing

by ELIZABETH BALADO

Sustainable Innovations

26. März 2024

Elizabeth Balado ist eine Künstlerin, Designerin und Forscherin aus London, die mit ihrem Projekt „Blooming Minds: Social Printing” einen einzigartigen, erfahrungsbasierten Workshop präsentiert. Dieser Workshop wurde im vergangenen Jahr entwickelt und verbindet die psychologischen und physischen Vorteile der Natur mit gemeinschaftlichem Schaffen, indem er Teilnehmer anleitet, ihre eigenen Drucke zu erstellen. Der Workshop ermutigt die Teilnehmer, ihrer eigenen Intuition zu folgen, Blumen und Pflanzen auszuwählen und zu sammeln und dann eine Komposition zu arrangieren, bevor sie mittels einer Hammer-Technik den natürlichen Farbstoff auf Baumwolle übertragen.

Während der Munich Fabric Start wird sie im KEYHOUSE eine Variante des Workshops präsentieren, bei der Besucher:innen diese Drucktechnik auf Tragetaschen anwenden und so ihr eigenes Werk schaffen und behalten können. Elizabeths Forschung konzentriert sich auf die Verbindung von Natur – insbesondere die Verwendung natürlicher und recycelter Materialien – und Gemeinschaft, eine soziale Praxis, die Themen wie psychische Gesundheit mit der Förderung zugänglicher Kreativität verwebt. Ihre aktuellen Arbeiten sind auf Instagram und ihrer Website zu finden. Elizabeth ist offen für die Zusammenarbeit mit Sammlern, Biologen, psychologischen Diensten und anderen, die an der Teilnahme an weiteren Druckworkshops interessiert sind.

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Being Plucked - Sustainable Innovations

Being Plucked

Artistic Rebellion Against Colonial And Gendered Hierarchies

by SUZANNE CORCESSIN

Sustainable Innovations

19. März 2024

Suzanne Corcessins „Being Plucked” (“Être à Fleur de Peau”) nutzt unkonventionelle Textilien, um gegen die Vorstellung zu argumentieren, dass rupfen und Haarentfernung neutrale Handlungen sind. Suzanne Corcessin betrachtet diese Handlungen als politisch, die koloniale und geschlechtsspezifische Hierarchien aufrechterhalten. Durch das Rupfen von Vögeln und die Ästhetik der Haarentfernung wurden Körper in der Vergangenheit kontrolliert und objektiviert.

Die Installation verwendet Latex, Textilien, Silikon und Federn, um Texturen zu schaffen, die den Betrachter mit widersprüchlichen Gefühlen konfrontieren und neue Perspektiven auf die Debatte über Haarentfernung eröffnen. In dieser alltäglichen Entscheidungs- und Produktdebatte stellt sich die Frage: Wer entscheidet, was richtig oder falsch, schön oder unattraktiv ist?

„Being Plucked” hinterfragt zugrunde liegende Annahmen und beleuchtet die politischen Dimensionen von Entscheidungen über den eigenen Körper. Indem sie Textilien entwirft, die Unbehagen hervorrufen, drängt Suzanne Corcessin auf eine veränderte Wahrnehmung des Akts der Haarentfernung und durchbricht die kolonialen und geschlechtsspezifischen Strukturen, die oft mit diesem Thema verbunden sind.

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Revoltech - Sustainable Innovations

Revoltech

Light-Filled Revolution: Sustainable Hemp-Leather Innovations

by LUCAS FUHRMANN

Sustainable Innovations

7. März 2024

Lucas Fuhrmann, der Visionär hinter Revoltech, läutet eine neue Ära der Präsentationstechnik ein, in der Natur, Technologie und Nachhaltigkeit miteinander verschmelzen. Mit innovativen Lichtsäulen schafft er einzigartige Erlebnisse, die nicht nur ästhetisch beeindrucken, sondern auch das Engagement von Revoltech für Transparenz und Umweltfreundlichkeit unterstreichen.

Die Revolution von Revoltech liegt in der Verwendung von Hanf-Leder, einer fortschrittlichen Verschmelzung von Hanffasern und traditionellem Leder. Diese nachhaltige Materialwahl spiegelt das Bestreben von Revoltech wider, umweltfreundliche und ethische Praktiken zu fördern. Der Standort von Revoltech in Darmstadt ist nicht nur ein Zentrum des Fortschritts, sondern auch ein Symbol für Innovation und Design.

Revoltech verändert die Regeln der Textilindustrie mit LOVR, einem revolutionären Material, das den Beginn einer nachhaltigen Textilrevolution markiert. LOVR, das auf Hanfresten basiert, ist vollständig recycelbar und biologisch abbaubar und enthält keine Kunststoffkomponenten. Mit einem minimalen ökologischen Fußabdruck kann LOVR kohlenstoffneutral hergestellt werden und findet vielseitige Anwendungen in der Möbel-, Mode- und Autoindustrie.

Die Art und Weise, wie Materialien hergestellt werden, zu revolutionieren, ist die Mission von Revoltech. Die Geschichte des Unternehmens begann 2021 als Spin-off der TU Darmstadt, angetrieben von der Überzeugung, dass die Textilindustrie einen Wandel braucht. Mit LOVR setzen sie ein klares Statement für nachhaltige Innovation und eine Zukunft ohne Kompromisse.

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A Life As An Art Project - Sustainable Innovations

HUMAN-CENTERED TEXTILES by SOPHIE CONROY:

A Life as an Art Project

Sustainable Innovations

15. Februar 2024

Für die Künstlerin Sophie Conroy ist ihr Leben ein Experiment. In ihrer jüngsten Arbeit entschied sie sich, sechs Monate lang ohne ihr eigenes Haus in Eindhoven zu leben, auf der Suche nach einem Leben mit mehr Verbindung. Während dieser Zeit erfuhr sie ein Leben zwischen Chaos und Verbundenheit. Sie fand verschiedene Formen von Unterkunft und erlebte die Schönheit ihrer Gemeinschaft. Durch die Beobachtung ihrer grundlegenden menschlichen Bedürfnisse versucht sie, deren authentische Essenz zu erfassen. Die Unannehmlichkeiten der Obdachlosigkeit ermöglichten es ihr, wertvolle Einsichten zu gewinnen und traditionelle Vorstellungen von Kunst, Eigentum und Gemeinschaft zu hinterfragen.

Textilien werden für Sophie zu einem Medium, das Schutz bietet und gleichzeitig die Verletzlichkeit des eigenen Ichs offenbart. Durch die Konfrontation mit existenziellen Herausforderungen während ihrer Wohnungslosigkeit verwandeln sich die Textilien in Symbole der Widerstandsfähigkeit und Selbstfindung.

Sophie stellt ihre Textilien vor allem aus gefundenen Materialien her, insbesondere aus ihrer eigenen Kleidung. Sie glaubt an die Kraft von Textilien als Kommunikationsmittel und nutzt sie, um die Essenz von Gemeinschaft und Heimat einzufangen. Dadurch entfernt sie die kapitalistische Konsumdimension von Textilien und erkennt sie als eine grundlegende Verbindung zwischen Körper und Umwelt.

Sophie Conroy schafft nicht einfach nur Kunstwerke, sondern konstruiert Räume für Dialog und Interaktion. Ihre Installationen umfassen Videos, Wandteppiche, Zeichnungen, Schriften und Projektionen und schaffen eine fesselnde Verschmelzung von Textilien und visueller Kunst. Der Raum und Sophie selbst werden zu einem Teil der Kunst und laden den Betrachter ein, sich auf diese Kunst einzulassen.

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Cloudwool - Sustainable Innovations

CLOUDWOOL by MARTIN BRAMBLEY

Sustainable Innovation from Local Wool

Sustainable Innovations

13. Februar 2024

Cloudwool, vorgestellt von Martin Brambley, ist eine Oase der Nachhaltigkeit im Textiluniversum, die reine, lokale Wolle in neuer Qualität auf den Markt bringt. Der Name des Projekts symbolisiert nicht nur eine Insel im Himmel, sondern auch die Einheit von umweltbewusster Produktion und hochwertigen Materialien.

In einer Zeit, in der natürliche Wolle oft importiert und mit synthetischen Fasern gemischt wird, setzt Cloudwool auf lokale Ressourcen und kämpft gegen die Vernachlässigung der Wolle von lokalen Schafzüchtern. Die nachhaltige Innovation von Cloudwool entspringt dem Wunsch, lokale Fasern in neuen und aufregenden Formen auf den Markt zu bringen. Die 100%ige lokale Wolle, die normalerweise als Abfall betrachtet wird, wird durch die Vliesstofftechnologie in einen superweichen und langlebigen Stoff verwandelt – ohne die Umwelt zu belasten. Natürlich, atmungsaktiv und bequem: Cloudwool integriert die natürlichen Eigenschaften der Wolle in das Material, um es so außergewöhnlich wie möglich zu machen.

Vom Bauernhof bis zum Stoff setzt Cloudwool auf lokale Ressourcen und schafft in Zusammenarbeit mit europäischen Schafzüchtern eine rückverfolgbare Lieferkette. Das Unternehmen zahlt den Landwirten bis zu fünfmal mehr als den Marktpreis für ihre Wolle und produziert Cloudwool vor Ort mit energieeffizienten Verfahren. Zusammen mit Cloudwool gestalten Sie nicht nur Kleidung, sondern auch Silhouetten und Texturen neu. Es handelt sich nicht um einen gewöhnlichen Wollstoff – mit mehr Persönlichkeit und weitaus weniger Nachbearbeitungsmöglichkeiten ist das Potenzial endlos.

Doppelhaus, das Unternehmen hinter Cloudwool, wurde von Martin Brambley und Yolanda Leask gegründet. In einer Welt, in der nachhaltige Mode erschwinglich sein muss, setzen sie sich für die Entwicklung nachhaltiger Materialien für eine kreislauforientierte, kohlenstoffarme Modeindustrie der Zukunft ein. Ihr innovativer Ansatz nutzt effiziente Techniken zur Herstellung von Vliesstoffen im Einklang mit den Cradle-to-Cradle-Prinzipien.

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